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Kärcher erzielt Rekordumsatz von 2,721 Milliarden Euro

Mit 2,721 Milliarden Euro Umsatz legte Kärcher 2020 im Vergleich zum vorangegangenen Rekordjahr erneut zu: Das Wachstum betrug 5,6 Prozent, um Währungseffekte bereinigt 8,5 Prozent.

Zu den Märkten mit deutlichen Wachstumsraten zählten unter anderem Deutschland, West- wie Osteuropa insgesamt, China, Japan und Australien. Bestimmte Produktbereiche haben während der Coronakrise übergreifend an Bedeutung gewonnen. So waren die für Desinfektionseinsätze nach dem vom Robert Koch-Institut definierten Wirkungsbereich als „begrenzt viruzid PLUS“ klassifizierten Dampfreiniger sehr gefragt. Im Professionalbereich stieg die Nachfrage nach Hygienelösungen, vor allem mobile Sprühdesinfektionsgeräte mit dazugehörigem Desinfektionsmittel waren begehrt.

"Mit unserem ausbalancierten Geschäftsmodell sind wir gut aufgestellt", sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands. "Während gewerbliche Kunden an mancher Stelle Investitionen zurückstellen mussten, war der Bedarf im Privatkundenbereich deutlich höher." Auch künftig sollen Produkte zur Erhaltung von Sauberkeit und Hygiene wichtig bleiben. So setzt Kärcher bei seinen neuen Saugermodellen auf H14-Filter, die Bakterien, Viren und Aerosole aus der Luft entfernen. Der Luftreiniger AF 100 lässt sich bei Bedarf mit Filtern der Klassen H13 und H14 ausstatten, um Aerosole noch wirksamer zu reduzieren.

Neben der Optimierung des Portfolios investiert Kärcher in die Zukunft. So baut das Unternehmen seine digitalen Lösungen weiter aus, die unter anderem auf bedarfsorientiertes Arbeiten sowie effiziente Geschäftsprozesse in der professionellen Gebäudereinigung abzielen. Das sensorbasierte System des Partner-Unternehmens Zan Compute zeigt beispielsweise, dass sich durch eine Bedarfsanalyse in Echtzeit die Zahl an Reinigungsrundgängen für ein Objekt um rund ein Drittel senken lässt.

"Digitalisierung ist nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für die Abläufe innerhalb des Unternehmens von sehr hoher Bedeutung", erläutert Hartmut Jenner. Das Kärcher-Werk Bühlertal erhielt die Auszeichnung „Fabrik des Jahres“ in der Kategorie „Hervorragende Standortentwicklung“. Gründe für die Auszeichnung waren unter anderem die Automatisierung und Vernetzung von Prozessen sowohl in der Fertigung als auch in der Verwaltung, die Umstellung auf papierlose Abläufe und die digital gesteuerte Intralogistik mit fahrerlosen Transportsystemen.

Ein weiteres Wachstumssegment ist der Bereich Kommunaltechnik. Um Kunden gezielter zu bedienen und seinen Marktanteil auszubauen, hat Kärcher mit seiner Municipal GmbH ein eigenes Kompetenzzentrum eingerichtet. Darunter firmiert seit Januar 2021 auch die Marke Holder, die seit 2019 zum Firmenverbund gehört.

Kärcher ist seit 2020 auch offizieller Unterstützer der Allianz für Entwicklung und Klima und verfolgt von der Produktentwicklung über die Produktion bis hin zur Logistik Nachhaltigkeitsziele wie die CO2-Neutralität aller Werke weltweit noch in diesem Jahr. Verschiedene Initiativen zielen darauf ab, den Einsatz von Neukunststoff zu verringern.

Im Rahmen seines Kultursponsoringprogramms hat Kärcher 2020 zahlreiche Projekte realisiert, darunter die restauratorische Reinigung des Südturms des Berliner Doms und der weltweit größten Bismarck-Statue in Hamburg. Für das laufende Jahr sind unter anderem Einsätze in Köln und Rio de Janeiro in Planung. / mjt

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