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Werner & Mertz investition in nachhaltiges Produktionsgebäude

Das Mainzer Reinigungsmittelunternehmen Werner & Mertz investiert 30 Millionen Euro in den Bau seines neuen Produktionsgebäudes in der Rheinallee in Mainz. Dabei handelt es sich um die bisher größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Gemäß der ganzheitlich-nachhaltigen Firmenphilosophie zeichnet sich der Neubau nach Unternehmensangaben durch ein anspruchsvolles Nachhaltigkeitskonzept aus. Zur offiziellen Einweihung sprachen die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling sowie der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck, die unter anderem das Energiekonzept des Neubaus und den Vertrauensbeweis in den Standort Mainz positiv hervorhoben.

Mit der Investition in das neue Produktionszentrum wird Werner & Mertz der steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Reinigungsmitteln gerecht. So stieg der Umsatz der Marke Frosch von 2016 bis 2018 um 21 Prozent, der Marktanteil um 14 Prozent. Eine erste neue Produktionslinie im Wert von 4,5 Millionen Euro ist bereits in Betrieb, in der Endausbaustufe könne die Frosch-Produktion verdoppelt werden. Verpackungshersteller Alpla, der seit Jahren auf dem Werksgelände von Werner & Mertz die transparenten Frosch-Flaschen aus 100 Prozent Altplastik produziert, zieht ebenfalls in das neue Gebäude ein, was zukünftig nicht nur eine On-Site-, sondern sogar eine Inhousefertigung ermöglichen soll. Für die moderne und effiziente Verpackungsherstellung im neuen Produktionszentrum hat Alpla 13 Millionen Euro investiert.

Beim Neubau wurde sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. So hat das Generalunternehmen Karl Gemünden unter anderem die rechtlich größtmögliche Menge an Recyclingbeton eingesetzt. Daneben ist die 4.000 Quadratmeter große Fläche des Dachs zu zwei Dritteln mit 455 Photovoltaikmodulen bedeckt, womit beispielsweise die Stromversorgung der Kältemaschinen abgedeckt wird. Für die Beheizung des Gebäudes wird unter anderem auf Wärmerückgewinnung und Fernwärme gesetzt. Die genannten Maßnahmen machen das neue Produktionsgebäude förderfähig für das KfW-Effizienzhausprogramm 55 − für Bauvorhaben mit einem möglichst geringen Primärenergiebedarf. Der Bau wird mit 20 Millionen Euro gefördert, davon sind 850.000 Euro Zuschuss.

„Unser Produktionszentrum besticht durch das anspruchsvolle Energiekonzept mit hervorragenden Isolationswerten sowie einer hocheffizienten Energierückgewinnung. Dazu kommt eine angenehme Arbeitsatmosphäre für unsere Mitarbeiter“, fasst Werner-&-Mertz-Inhaber Reinhard Schneider zusammen.

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