Glas und Fassade -

Preiswerte Lösung für kleine Schmierereien Graffiti entfernen

Bei Schmierereien auf Häusern, Schildern oder in Unterführungen ist die Größe ein wichtiges Kriterium für die Wahl der geeigneten Methode. Wer kleine Graffiti nicht sofort entfernt, riskiert, dass sich schnell eine Schar von neuen dazugesellt.

-Ein weiteres, wichtiges Argument für eine rasche Beseitigung ist die Tatsache, dass die besprühte Fläche isoliert wird und speziell bei gemauerten Untergründen nicht mehr diffundieren kann. Das könnte besonders in der kalten Jahreszeit bei oft wechselnden Temperaturen zu Komplikationen im Mauerwerk führen. Ein Aspekt, der bei Immobilienbesitzern selten Beachtung findet.

Hoch- und Niederdruckstrahlen

Das Angebot über eine kostengünstige und professionelle Graffitientfernung ist von der mit Graffiti eingesprühten Flächengröße, vom Untergrund und dem verwendeten Graffitispray abhängig. Spezialfirmen, die Fassadenreinigungen vornehmen, setzen überwiegend Hochdruckstrahlverfahren ein, die mit einem Druck bis zu 200 bar zu regeln sind. Der Abtrag kann bis zu 2 mm betragen, außerdem wird die zu reinigende Oberfläche bei gemauerten Untergründen durch das verwendete Granulat sehr offenporig und saugt nach der Reinigung die Nässe wie ein Schwamm auf. Bei empfindlichen Oberflächen wie Sandstein sollte der Druck nicht über 100 bar sein. Um Beschädigungen zu vermeiden, werden u. a. verschiedene Niederdruckverfahren eingesetzt. Diese Technik ermöglicht durch wenig Druck eine schonende Entfernung der eingetrockneten Sprayfarben. Ob mit Heißwasser-Hochdruckstrahlverfahren oder Niederdruck-Feuchtstrahlverfahren mit oder ohne Chemie müssen Vorkehrungen zum Auffangen der abgestrahlten Graffitifarben getroffen werden, damit diese nicht ins Erdreich und in die Kanalisation gelangen. Die behördlichen Bestimmungen des jeweiligen Bundeslandes sind unbedingt einzuhalten.

Manuelle Graffitientfernung

Da etwa 80 Prozent aller Graffiti nicht größer als 1 m2 sind, ist der Einsatz von Gerätschaften mit Hoch- oder Niederdruckverfahren auf Grund der bis zu 30 Minuten dauernden Rüstzeiten nicht wirtschaftlich. Bei dieser Graffitigröße empfiehlt sich der Einsatz eines Graffitientferners, der den Anforderungen in reinigungstechnischer und umweltfreundlicher Hinsicht entspricht. Ein neu entwickelter Graffitientferner, überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, erfüllt diese Voraussetzungen. Auf glatten Untergründen sind bisher gute Ergebnisse erzielt worden, ohne dass ein neuer Farbanstrich erforderlich war.

Wegen der unterschiedlichen Untergründe empfiehlt es sich stets eine kleine Probe durchzuführen. In der kalten Jahreszeit sollte die Graffitientfernung nicht unter 5°C plus vorgenommen werden, da die Wirkung des Produkts bei niedrigen Temperaturen reduziert wird. Das Gel wird mit einem Flachpinsel satt aufgetragen und mit einer harten Bürste eingearbeitet. Nach kurzer Einwirkzeit je nach Graffitistärke wird die obere Lackschicht aufgesprengt, der Graffitientferner dringt nach unten und löst die Lackschicht vom Untergrund ab. Danach wird der Farbbrei mit einem Lappen aufgenommen und gemäß den örtlichen Bestimmungen entsorgt. Anschließend wird mit einem Allzweckreiniger neutralisiert. Einmal wird dadurch der Einwirkprozess des Graffitientferners beendet und ein leichter Glanzeffekt vermieden (die meisten Untergründe sind matt). Graffitientferner auf Naturbasis gibt es schon unter 10 Euro je Kilogramm.

Bei sämtlichen Reinigungsarbeiten sind Arbeitsschutzmittel (Gummihandschuhe, Schutzkleidung, Gesichtsschutz, Schutzanzug) zu benutzen. Rauchen, Essen und offenes Feuer sind verboten.

Vergleich von Aufwand und Kosten

Viele Hauseigentümer scheuen bei Graffiti auf ihrem Gebäude zunächst die auf sie zukommenden Kosten. Diese Scheu ist besonders verständlich, wenn das Gebäude erst kürzlich einen neuen Farbanstrich erhalten hat. Ob die Graffiti mit Hoch- oder Niederdruckverfahren oder manuell mit einem Graffitilöser entfernt werden, sollte aus wirtschaftlichen Gründen von der Größe abhängig gemacht werden. Kaltwasser-Hochdruckgeräte sind ab etwa 300 Euro und Geräte für Heißwasser- oder Feuchtstrahlverfahren ab etwa 2.500 Euro aufwärts erhältlich. Je nach Einsatz der zur Auswahl stehenden Geräte entstehen unterschiedliche Stundenverrechnungssätze und Rüstzeiten von 5 bis 30 Minuten. Der Wasserverbrauch speziell bei Heißwasser-Hochdruckstrahlverfahren beträgt bis zu 60 l/h. Dieses Wasser mit der abgestrahlten Graffitischicht gilt es aufzufangen, zu filtern und gemäß den behördlichen Bestimmungen zu entsorgen. Ein neuer Farbanstrich ist durch den Abtrag (bis zu 2 mm) erforderlich. Die Hoch- und Niederdruckgeräte eignen sich nur zum Einsatz im Außenbereich. Stundenleistung je nach Verschmutzung etwa 7 bis 10 m2. Fazit: Rentabilität bei größeren Graffitiflächen ab etwa 10 m2.

Bei der manuellen Graffitientfernung entstehen keine Anschaffungskosten außer Reinigungsmaterial, keine Rüstzeiten, kein Wasserverbrauch. Die Umweltbelastung beschränkt sich lediglich auf die vorschriftsmäßige Entsorgung des Graffitibreis. Bei glatten Untergründen ist bei dem neu entwickelten Graffitientferner kein Nachstreichen erforderlich. Bei rauen Untergründen ist ein leichter Farbabtrag eventuell nicht zu vermeiden. Letztlich ist auch die Graffitiart, die Graffitischicht und die Qualität des Farbanstrichs auf dem Untergrund mitentscheidend für das Ergebnis. Eine manuelle Graffitientfernung kann sowohl draußen als auch drinnen vorgenommen werden. Fahrstühle, Treppenhäuser, sämtliche Innenräume besonders in öffentlichen Gebäuden sollten, um Folgeschäden zu vermeiden, der manuellen Graffitientfernung vorbehalten sein. Fazit: Rentabilität bis maximal 10 m2. Stundenleistung je nach Graffitiart etwa 3 m2.

Für die Vergabe von Aufträgen zur Graffitientfernung sind für den Auftraggeber die Kosten und Folgekosten maßgebend. Dabei sollte das zu erwartende Ergebnis mit und evtl. ohne neuen Farbanstrich durch die einsetzbare Graffitientfernungsmethode mitgeteilt werden. Eine ehrliche und fachgerechte Beratung ist wettbewerbsmäßig auch auf lange Sicht empfehlenswert.

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