Pieter PoldervaartVerantwortlicher Redaktorpieter.poldervaart@rationell-reinigen.ch Gefahr ­jenseits von Corona

Eugen Rieser, Verantwortlicher Redaktor mopSchweiz@rationell-reinigen.ch - © privat

Wie gebannt schauen wir auf die täglichen Zahlen von Infektionen und Spitaleinweisungen aufgrund von ­Covid-19. Dabei drohen andere Infektionen wie Legio­nellen vom Radar zu verschwinden. Die Krankheits­keime, die meist in Duschen über Aerosole verbreitet werden, haben im letzten Jahr in der Schweiz einen ­neuen Höchststand an gemeldeten Fällen erreicht.

Was der Grund für diese Entwicklung ist, lässt sich nur vermuten. Denkbar ist, dass Leerbestände in Hotels und Heimen dazu führten, dass die Leitungen zu selten durchgespült wurden, was stehendes Wasser und damit Brutstätten für die Keime zur Folge hatte. Auch in Firmen ist wohl die eine oder andere Mitarbeiterdusche nicht nach den Regeln der Kunst gewartet worden. Möglich aber auch, dass im letzten Pandemiejahr die Bevölkerung bei Symptomen schlicht aufmerksamer war und so die Erkrankungen häufiger gemeldet wurden.

Wie auch immer, bei öffentlichen Anlagen ist es seit ein paar Jahren die Aufgabe des Betreibers, mit Selbstkon­trolle und Dokumentation dafür zu sorgen, das Risiko von Legionelleninfektionen auf ein Minimum zu senken. Dazu gehört auch, Umnutzungen von Räumen zu überwachen und bei Reparaturen konsequent zertifizierte Materialien einzusetzen. Eine neue Richtlinie des Fachverbands unterstützt die Verantwortlichen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe. Hans Peter Füchslin, Co-Autor der Richtlinie und Legionellenspezialist, erklärt (­Seite CH.4 ff.), wie eine professionelle Umsetzung aussieht.

Ihr Schweiz-RedaktorPieter Poldervaart