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Gebäudereiniger-Handwerk weiter von Corona betroffen

Das Gebäudereiniger-Handwerk bleibt von der Corona-Pandemie deutlich betroffen. Das unterstreichen die Zahlen der Frühjahrs-Konjunkturumfrage des Bundesinnungsverbands.

Rund 450 Unternehmen hatten sich an der Online-Umfrage des Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) beteiligt. Zwei Drittel davon (65 Prozent) mussten im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen hinnehmen, in einer Bandbreite von einem bis zehn Prozent. Rund die Hälfte (52,1 Prozent) hatte zumindest vorübergehend Kurzarbeit eingeführt. Aktuell sind es 38,2 Prozent. Ein Drittel der Unternehmen (33,7 Prozent) musste im vergangenen Jahr zumindest vorübergehend Beschäftigte entlassen. Bei guter Konjunktur planen 59,4 Prozent die Wieder- beziehungsweise Neueinstellung von Personal.

Im laufenden Jahr erwarten nach Angaben des BIV 70 Prozent der befragten Unternehmen gleichbleibende (35,9 Prozent) oder sinkende Umsätze (34,1 Prozent). 24,2 Prozent rechnen mit Umsatzwachstum. Eine Mehrheit von 62 Prozent der Unternehmen beobachtet den steigenden Trend, dass Kunden pandemiebedingt insgesamt weniger Aufträge oder Aufträge mit geringerem Umfang vergeben. Bei der Herbstumfrage im Oktober 2020 waren es 54,8 Prozent.

Der Ausblick bleibt insgesamt von Vorsicht geprägt: Die Geschäftsprognosen für 2021 bezeichnen aktuell 60,7 Prozent der Unternehmen als befriedigend, ausreichend, eher schlecht oder schlecht. 39,3 Prozent erwarten gute oder sehr gute Geschäfte. Im Herbst waren es noch rund 45 Prozent.

„Die Pandemie bringt unserem Handwerk Licht und Schatten“, sagt Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich. Neben steigender Wertschätzung habe es im Gesundheits- und Pflegebereich, in Schulen und Kitas Extra-Aufträge und erhöhte Intervalle für Reinigung und Desinfektion gegeben. Auf der anderen Seite seien ganze Felder wie Gastgewerbe, Veranstaltungswirtschaft oder Handel weggebrochen und damit Reinigungsaufträge, die nicht kompensiert werden könnten. / HH

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