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Gebäudereiniger-Handwerk: Tarifverhandlungen ergebnislos vertagt

Am 16. Juni haben die Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk zwischen der IG BAU und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) begonnen. Nach drei Stunden wurde die erste Runde ergebnislos vertagt – und zwar auf den September.

Aufgrund der Corona-Maßnahmen trafen sich die Vertretungen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und des Bundesinnungsverbands für das Gebäudereiniger-Handwerk am ersten Verhandlungstag der neuen Tarifrunde in verkleinerten Verhandlungskommissionen in Frankfurt/Main.

Die IG BAU fordert ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde für die zwei Mindestlöhne der Branche. Damit stiege die unterste Lohngruppe eins auf 12 Euro und der Mindestlohn der Glasreinigung (Lohngruppe 6) auf 15,30 Euro. Die weiteren Löhne der Lohngruppen zwei bis fünf und sieben bis neun sollen um 6,5 Prozent steigen. Die Vergütungen für Auszubildende sollen um 100 Euro pro Monat über alle Ausbildungsjahre erhöht werden. Zudem fordert die IG BAU den Einstieg in ein Weihnachtsgeld für die Branche in Höhe von 80 Stundenlöhnen.

Nach Ansicht des BIV steht die Forderung der IG BAU von in Summe 15,5 Prozent im Widerspruch zur Wirtschaftslage.

Die nächste Tarifrunde ist für den 3. September geplant.

Mit knapp 700.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Gebäudereinigung Deutschlands beschäftigungsstärkstes Handwerk. / GH

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