Innungen -

Landesinnung Niedersachsen Florian Urban als Landessieger gekürt

Der Gebäudereiniger-Nachwuchs hat dem Theater am Aegi in Hannover neuen Glanz verliehen – beim Leistungswettbewerb des Gebäudereiniger-Handwerks in Niedersachsen.

Mario Bahr aus Stade lief der Schweiß von der Stirn, als er von der Leiter stieg. Eben hatte er noch in der prallen Sonne an der Fassade des Aegi-Theaters gearbeitet, nun warf er einen letzten kritischen Blick auf die dunkle Granitwand. Ein Lächeln auf den Lippen deutete an, dass der 27-Jährige mit seinem Werk zufrieden war. Sogar mehr als zufrieden zeigten sich die Prüfer der Landes­innung Niedersachsen. Neben Mario Bahr aus Ahlerstedt (Ausbildungsbetrieb: Thomas Karlowitsch) waren drei weitere Junggesellen beim Rennen um den Titel des Landessiegers im Gebäudereiniger-Handwerk angetreten: Christian Grunz aus Hameln (Ausbildungsbetrieb: Engel), Marcel Müller aus Osnabrück (Ausbildungsbetrieb: Ebrecht-Reker) und Florian Urban aus Braunschweig (Ausbildungsbetrieb: Veolia).

„Alle haben top gearbeitet“, meinte Jurymitglied Rainer Knop bereits bei der Besprechung der Ergebnisse und zollte den Prüf­lingen so schon vorab großes Lob. Und Co-Juror Uwe Stiller war klar: „Das wird keine leichte Entscheidung.“

Derlei verwundert nicht, denn das Quartett hat bei der Reinigung des Außenbereichs und von Holzmöbeln und Spinden im Inneren des ehrwürdigen Aegi-Theaters nicht nur qualitativ überzeugt. Die Truppe erledigte alle Aufgaben zudem ausgesprochen flink. „Wir haben halt die Pausen etwas verkürzt“, räumte Mario Bahr schmunzelnd ein. Vor allem ihm war der vorgezogene Feierabend äußerst recht. Schließlich war der junge Mann aus dem hohen Norden Niedersachsens um 5 Uhr morgens losgefahren, um an der Meisterschaft teilzunehmen. „Freiwillig“, wie er auf Nach­frage betonte. Am Ende war es Florian Urban, der den Titel errang und 300 Euro Siegprämie mit nach Hause nehmen konnte. Mit seinem Sieg qualifizierte er sich für den Bundesleistungswettbewerb, der am 15. November in Bitterfeld ausgetragen wird. Dann geht es, neben der Ehre, um ein Preisgeld von 2.500 Euro. Wie seine Chancen stehen, wollte der Jahrgangsbeste und Kammersieger des Bereichs Braunschweig-Lüneburg-Stade nicht einschätzen. Auch ohne Titel und Prämien mache er seine Arbeit gerne, weil sie anspruchsvoll und vielseitig sei und man mit vielen Kunden in Kontakt komme – ganz einfach, „weil der Job klasse ist!“ .

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