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Die Reinigungsbranche in Zeiten von Corona: "Licht und Schatten"

Seit einem Jahr herrscht Corona-bedingt der Ausnahmezustand. Wie ist die Reinigungsbranche bisher durch die Krise gekommen? Was werden die kommenden Monate bringen? Bundesinnungsmeister Thomas Dietrich und drei Unternehmensvertreter beziehen Stellung.

Herr Dietrich, ein sehr herausforderndes Jahr 2020 liegt hinter uns. Wie sieht Ihre persönliche Bilanz als Bundesinnungsmeister des beschäftigungsstärksten Handwerks in Deutschland aus?

Thomas Dietrich: Mit ‚Licht und Schatten‘ lässt sich die Situation gut ­zusammenfassen. Als grundsätzlicher Optimist ­möchte ich mich zuerst dem Positiven zuwenden. Und da denke ich in erster Linie an die Verbandsarbeit. Nie war Verbandarbeit wichtiger als in dieser Pandemie. Nie zuvor haben der Bundesinnungsverband und ganz besonders auch die tragenden Landesverbände und Innungen ihre Mitglieder so schnell und präzise und im Grunde von morgens bis abends so umfassend informiert. ­Erschwerend kam hinzu, dass es so gut wie keine persönlichen Treffen gab und wir rein auf Telefon und Videotechnik ­setzen mussten. Schön ist das nicht, aber es hat funktioniert.

Bewährt haben sich unsere Kontakte zur Politik, zu Sozialversicherungsträgern, zur Bundesagentur für Arbeit und zur Presse. Das kollegiale Miteinander, besonders auch im Ehrenamt, war höchst effizient. Die Corona-Krise hat den BIV und seine Innungen noch enger zusammengeschweißt – das ist für mich persönlich eine positive Folge dieser Pandemie, der man ansonsten wenig Gutes abgewinnen kann. Zur Positiv-Bilanz gehört unbedingt auch der langfristige Abschluss unseres Mindestlohn­tarifvertrags, der unseren Betrieben und Beschäftigten in den kommenden Jahren Sicherheit geben wird. Hier gilt mein besonderer Dank Christian Kloevekorn und dem Verhandlungsteam des BIV.

Was sind die Schattenseiten, die Sie schon ange­deutet haben?

Thomas Dietrich: Das sind ohne Frage die enormen wirtschaftlichen ­Herausforderungen für die Unternehmen und die Beschäftigten. Hinter den abstrakten Umsatzzahlen stehen persönliche Schicksale. Und wenn ein solides Unter­nehmen schuldlos durch diese Pandemie in Schieflage gerät, ist das doppelt tragisch.

Björn Böhm: "Geschäfte wieder gut angelaufen"

Björn Böhm

Björn Böhm, Geschäftsführer, Böhm Gebäudereinigung, Schneeberg: Der Lockdown Anfang März 2020 stellte auch bei uns einiges auf den Kopf. So musste ein großes Hotel, das wir schon seit 1997 betreuen, schließen – ein fünfstelliger monatlicher Umsatz brach uns weg. Die 17 Mitarbeiter musste ich in Kurzarbeit null schicken.

Dazu traten öffentliche Auftraggeber mit der Bitte an uns heran, Dienstleistungen in Schulen und Kitas einzustellen, was in zähen Verhandlungen mit Verweis auf laufende Verträge verhindert werden konnte.

Schlaflose Nächte waren in dieser Phase keine Seltenheit, Erleichterung brachte die Möglichkeit, Kurzarbeit schon ab zehn Prozent der Belegschaft beantragen zu können.

Die Antragstellung war für mich und meinen Vater Roland Böhm, der mich ab und an noch im Unternehmen unterstützt, eine echte Herausforderung. Gemeinsam mit unseren Fachkräften aus der Verwaltung und unseren Objektleitern haben wir die Aufgabe aber gemeistert.

Mit Aufhebung des Lockdowns im April liefen die Geschäfte, das erwähnte Hotel ausgenommen, schnell wieder ganz normal an. Bei der Neukundengewinnung mussten wir im Jahr 2020 keinerlei Rückgang verzeichnen, Aufträge für Glasreinigung, Grundreinigung, Sonderleistungen und zusätzliche Desinfektionen haben während der Pandemie sogar zugenommen.

Was erwarte ich mit Blick auf 2021 von unseren Politikern? Sie müssen auf schnellstem Wege die Wirtschaft wieder hochfahren und vor allem endlich eine gemeinsame Sprache sprechen. Das würde vieles erleichtern und auch die Akzeptanz aller Corona bedingten Maßnahmen in der Bevölkerung verbessern.

Ganz dringend müssen Schwachpunkten beseitigt werden, die durch die Pandemie offengelegt wurden, allen voran ­Digitalisierung und flächendeckender Breitbandausbau, um zukünftig Aufgaben wie Homeschooling oder Homeoffice für alle zuverlässig zu ermöglichen.

Wenn wir alle in den kommenden Wochen ein hohes Maß an Geduld und Vernunft an den Tag legen, wird hoffentlich bald wieder ein relativ normales Alltags- und Geschäftsleben möglich sein.

Welche Bereiche der Gebäudedienste wurden durch die Corona-Krise besonders getroffen?

Thomas Dietrich: Die Formel für unser industrienahes Handwerk ist einfach auf den Punkt zu bringen: Wo nicht gearbeitet wird, wird auch nicht gereinigt. Wenn ganze Wirtschaftspfeiler wie Gastgewerbe, Tourismus, Veranstaltungswirtschaft und Handel wegbrechen, der Industriemotor stottert und die Homeoffice-Regeln Büros leerfegen, trifft all das unser Handwerk in seinem Tätigkeitskern. Hier gibt es teils dramatische Umsatzeinbrüche, die auch nicht kompensiert werden können.

Manche Branchen der deutschen Wirtschaft konnten das Jahr 2020 letztlich doch positiver beschließen als ursprünglich befürchtet – insbesondere was den Umsatz betrifft. Gilt das auch für die Gebäudedienstleister? Ist die Branche insgesamt mit einem blauen Auge davongekommen?

Thomas Dietrich: Die Krise hat gezeigt, wie systemrelevant unsere Branche für das Funktionieren der deutschen Wirtschaft und für unsere Gesundheit ist. Sauberkeit, Hygiene und Desinfektion haben durch ein neues Bewusstsein, besonders auch bei unseren Kunden, Auftrieb erhalten. Gerade im Gesundheits- und Pflegebereich, aber auch in Schulen oder Kitas hat es Extra-Aufträge oder erhöhte Inter­valle für Reinigung und Desinfektion gegeben. Unterm Strich ­stehen wir nach den ersten drei Quartalen 2020 bei ­einem Umsatzminus von 0,5 Prozent. Ich denke nicht, dass Quartal vier einen Umschwung gebracht hat, das gilt es abzuwarten. Gemessen an den erfolgreichen Jahren der Vergangenheit ist die Umsatzentwicklung ernüchternd. Gemessen an den schlimmsten Befürchtungen zu Beginn der Pandemie scheinen wir in der Breite aber halbwegs glimpflich davongekommen zu sein.

Thomas Conrady: "Eins wie keins"

Thomas Conrady

Thomas Conrady, Geschäftsführer, Cowa Service Gebäudedienste, Gottmadingen: Alle Maschinen auf „volle Kraft voraus“ lautete das Motto für mein Jahr 2020 – und so war auch meine Stimmungslage Anfang 2020. Zuversicht, Neugier und Tatendrang bestimmten den Blick ins neue Jahr.

Doch dieses Mal kam alles anders. Im März hat die Welt als Ganzes, die Welt der Gebäudereiniger und die Welt meines Unternehmens eine ordentliche Breitseite abbekommen! Komplett unvorbereitet, vollkommen überrascht und erst einmal ohne Plan, wie darauf zu reagieren ist! Fast ungehindert lief ein Virus um den Globus. Und ich als Unternehmer hatte es dabei unterschätzt.

Heute, nach fast zwölf Monaten und voll in der zweiten Welle, hat sich vieles von den neuen Herausforderungen eingespielt: Die noch intensiveren Gespräche mit Kunden wurden fast Routine; die Aufklärung von Mitarbeitern über notwendige Schutzmaßnahmen fast täglicher Standard; das Nachjustieren interner Abläufe aufgrund neuer gesetzlicher Verordnungen ist fast Standard; die Schnelligkeit von Entscheidungsprozessen ist fast in Fleisch und Blut übergegangen.

Aber eben nur fast! Denn bei aller Professionalität und ­Flexibilität, die alle Führungskräfte und Mitarbeiter zeigten, befinden wir uns weiterhin nicht im Regelbetrieb. Zahlreiche Kundengruppen wie in der Event- und Tourismusbranche haben ihren Betrieb völlig herunterfahren! Wie schafft man es da als Dienstleister, den dort eingesetzten Mitarbeitern eine Perspektive zu bieten?

In rauer See heißt es, Ruhe bewahren; das gilt auch für ­Unternehmen und für die Politik. Und jede Unternehmerin und jeder Unternehmer weiß, dass die Bewältigung einer Krise einen Masterplan braucht. Ruhe und Richtung vermittelt man am besten mit überlegtem Handeln und einem Grundvertrauen.

Diese Basis habe ich in Deutschland in den letzten ­Monaten als tragendes Element unseres Gemeinwesens aber auch im Unternehmen erlebt – die kollektive Vernunft hat ­Wirkung ­gezeigt. Sie ist neben der schnellen Einsicht in das ­Not­wendige und der gelebten Solidarität das absolut Positive dieser Krise. Dennoch wünsche ich mir: Das Jahr 2020 sei eins wie keins.

Was waren aus Sicht des BIV die größten Herausforderungen für die Unternehmen im vergangenen Jahr?

Thomas Dietrich: Mit Abstand die größte Herausforderung für jedes einzelne Unternehmen war es, diese Pandemie, die ja eine tiefgreifende Wirtschaftskrise ist, zu überstehen und nachhaltig zu managen. Ein Viertel der Unternehmen musste unseren BIV-Umfragen zufolge im Jahr 2020 zumindest vorübergehend Beschäftigte entlassen, im Frühjahr hatten fast 60 Prozent der Betriebe Kurzarbeit angemeldet und ein Drittel hat staatliche Krisenunterstützung in Anspruch genommen. Diese Zahlen untermauern, dass diese Krise ein riesiger Kraftakt für die Betriebe war und weiterhin ist. Die politischen Unterstützungs­instrumentarien waren wichtig, aber ebenso komplex. Als BIV haben wir versucht, diesen Bürokratie-Dschungel für unsere Mitglieder, so gut es geht, zu lichten.

Ist für die nächsten Monate eine Verschärfung der Situation zu befürchten? Wie schätzen die ­Unternehmer nach Ihrem Kenntnisstand selbst die Lage für 2021 ein?

Thomas Dietrich: Die aktuelle Corona-Situation zeigt, dass die bisherigen Herausforderungen noch nicht abgeschlossen sind. Noch kein einziges Problem ist wirklich gelöst. Sollte es eine höhere Zahl von Insolvenzen bei unseren Kunden geben, würde uns das wirtschaftlich massiv treffen. Die Hilfsprogramme sind sicherlich alle richtig, aber die Subventionen von heute sind die Steuern von morgen. Auch die anstehenden Landtags- und Bundestagswahlen und die damit verbundene ‚Meinungsvielfalt‘ tragen nicht wirklich zur Beruhigung der Lage bei. Ob Europa sich in der Krise bewährt hat, lasse ich mal offen. Die leider noch schleppenden Impfungen sind ein Licht am Ende des Tunnels. Sie sehen, es gibt noch einiges zu meistern. Mehr als die Hälfte unserer Unternehmen sind in ihrem Ausblick daher vorsichtig und gehen unserer jüngsten BIV-Umfrage zufolge 2021 von eher unterdurchschnitt­lichen Geschäften aus.

Markus Wasserle: "Gemeinsam bisher gut durch die Krise gekommen"

Markus Wasserle

Markus Wasserle, Geschäftsführer, Gebäudereinigung Wasserle, Kaufering: Grundsätzlich konnten und durften wir seit dem ersten Lockdown immer arbeiten. Das hat dazu geführt, dass wir besser durch die Pandemie gekommen sind als viele andere Dienstleister. Es ist jedoch ein hoher zeitlicher Aufwand hinzugekommen, um die permanenten gesetzlichen Änderungen zu erfassen und sie in den Arbeitsablauf zu integrieren. Hier hat sich die Mitgliedschaft in der Innung besonders ausgezahlt: Denn nur durch die ständigen Innungsrundschreiben war es möglich, immer auf dem Laufenden zu bleiben und exakt die für unsere Branche relevanten Dinge zu erfahren.

Wirtschaftlich sind wir bisher sehr gut durch die Krise ­gekommen, nicht zuletzt auch Dank des Zusammenhalts innerhalb unserer Belegschaft.

Neue Herausforderungen jedes Einzelnen durch die ­Coronamaßnahmen, beispielsweise bei der Doppelbelastung durch Homeschooling für die Familien der Kolleginnen und ­Kollegen, versuchen wir durch flexible Arbeitszeitmodelle zu erleichtern. Im Gegenzug ist die Verantwortungsbereitschaft der ­Menschen gegenüber uns als Arbeitgeber, im Vergleich zu der Zeit vor dem Virus, noch gestiegen. Wir können beispielsweise keinen Anstieg der Krankheitsquote feststellen.

Auch umsatztechnisch ist unser Unternehmen während der Krise gewachsen. Zwar hat es einige Kunden gegeben, die aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten den Vertrag auf­lösen mussten, aber wir konnten im Gegenzug Aufträge dazugewinnen.

Kurzarbeit war kein Thema in unserem Unternehmen. Wir ­waren in der glücklichen Lage, uns dafür entscheiden zu können, einen Corona-Bonus an die Belegschaft auszuzahlen.

Auf das neue Jahr sehen wir zuversichtlich: Die Veränderungen am Markt werden Chancen bieten, weiter zu wachsen. Gleichzeitig wird sich die momentan entspannte Lage am Arbeitsmarkt wieder zuspitzen und unsere Aufgabe wird es dann – wie bereits vor Corona – sein, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, die Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten.

Immer wieder wurden im Zuge der Pandemie die Systemrelevanz der Branche beziehungsweise die Wertschätzung der Reinigung thematisiert. Glauben Sie, dass Corona diesbezüglich nachhaltig ein Umdenken bewirkt – sowohl seitens der Politik als auch in der Öffentlichkeit?

Thomas Dietrich: Fest steht, dass Corona unserem Handwerk ein hohes Maß an gesellschaftlicher Wertschätzung eingebracht hat. Unternehmen und öffentliche Hand haben verstanden, dass gute Reinigung zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten beiträgt und im besten Sinne des Wortes systemrelevant ist. Es ist jetzt unsere gemeinsame Aufgabe, dies nachhaltig in der Öffentlichkeit und bei ­unseren Kunden hervorzuheben. Ich bin sicher, so wie Corona einen nachhaltigen Eindruck in unserer ­Gesellschaft hinterlässt, wird auch das Thema Reinigung wertschätzender erhalten bleiben.

Ein Beispiel ist das Thema Tagesreinigung und die damit verbundene höhere Sichtbarkeit unserer Branche. Die Pandemie hat hier zu einem ersten Umdenken geführt. Es ist unsere Aufgabe, das Imageplus über die Pandemiezeit hinaus zu konservieren. Hier gehen wir als BIV weiterhin in gutem Tempo voran: Mit unserer Social-Media-­Kampagne #Rückendeckung haben wir Millionen ­Menschen erreicht, die neue Imagekampagne ist positiv angelaufen, wir haben im Januar einen Podcast gestartet und planen in den kommenden Monaten den Relaunch unserer Azubiseite – all das sind wichtige Bausteine.

Wird die größere Wertschätzung, die die Branche augenblicklich erfährt, auch positive Auswirkungen auf die Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden haben?

Thomas Dietrich: Die Imagearbeit ist das eine, ordentliche Konditionen sind das andere, wenn wir für Beschäftigte auf allen Ebenen attraktiv sein wollen. Mit dem allgemeinverbindlichen Rahmentarifvertrag und dem jetzt abgeschlossenen dreijährigen Lohn- und Mindestlohntarifvertrag haben wir im vollen Bewusstsein der Krise für unser Handwerk ein Statement gesetzt. Wir haben eben nicht nur geklatscht, sondern mit diesem Tarifvertrag gemeinsam mit der IG BAU auch Wertschätzung zum Ausdruck gebracht. In meinen Augen bietet unser industrie­nahes Dienstleistungshandwerk für alle Interessierten so attraktive Bedingungen wie nie zuvor. Unsere Branche ist im Großen und Ganzen krisenfest und zukunftsfähig und bietet allen Menschen – unabhängig von Herkunft oder Schulabschluss – ehrliche Einstiegs- und vor allem auch gute Aufstiegschancen.

Sie sind im November 2020 mit überwältigender Mehrheit für fünf Jahre zum Bundesinnungsmeister wiedergewählt worden. Was sind Ihre nächsten Ziele und wie entspannt sich der Mensch Thomas Dietrich?

Thomas Dietrich: Ich habe keinen Fünf-Jahres-Plan. Corona hat gezeigt, wie wenig planbar das Leben ist. Morgens früh auf­stehen, abends spät ins Bett gehen und die Zwischenzeit sinnvoll nutzen, ist eine hilfreiche Strategie. Gemeinsam mit meinem richtig guten und klugen Vorstandsteam, alles erfahrene Unternehmer, wollen wir die Rahmen­bedingungen für unsere Mitgliedsorganisation und Betriebe auch in Zukunft so optimal wie möglich beeinflussen und gestalten. Dazu trägt auch der vollständige Umzug der Geschäftsstelle Mitte des Jahres nach Berlin bei. Mir macht der Austausch mit den Mitgliedern des Bundesinnungsverbandes Spaß, die Kontakte in Politik, Presse, ZDH und andere Organisationen bringen mich persönlich weiter und sind höchst interessant und sinnstiftend. Lassen Sie uns alle gemeinsam vorsichtig mit unserer Gesundheit umgehen und bei allem harten Wettbewerb für die gemeinsamen Ziele eintreten – dann kann 2021 gelingen.

Günter Herkommer, Peter Hartmann | redaktion@holzmann-medien.de

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