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Cyber Security für den Aufzug ist Pflicht

Aufzugbetreiber müssen künftig Cyberattacken und Softwarepannen an ihren Anlagen aktiv vorbeugen. Die Software gehöre laut Dekra jetzt gemäß den aktualisierten Vorschriften bei der Inspektion zum vorgeschriebenen Prüfumfang.

Aufzugsanlagen sind zunehmend mit dem Internet verbunden. Sie werden digital gesteuert, überwacht und gewartet und werden damit anfällig für Softwarefehler und Hackerattacken. Ein Szenario könnte sein, dass zum Beispiel durch Softwaremanipulation der Aufzug gestoppt und die Geschwindigkeit oder Fahrtrichtung verändert werden. Bei vernetzter Gebäudetechnik würde zudem der Zugriff auf andere Funktionen smarter Gebäude möglich.

Um dieses Sicherheitsrisiko zu minimieren, ist mittlerweile die Software in die Prüfgrundlage für Zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) aufgenommen worden. Der Prüfsachverständige hält nun bei der Hauptprüfung und wiederkehrenden Prüfung die aktuellen Softwarestände fest. Betreiber, Wartungsfirma oder Hersteller müssen eventuelle Updates aktiv an die beauftragte ZÜS melden.

Laut dem "Anlagensicherheitsreport 2020" der zugelassenen Überwachungsstelle Dekra weisen Aufzugsanlagen in Deutschland einen unterschiedlichen Wartungszustand auf: Nur 43,5 Prozent von 607.000 geprüften Aufzüge waren im Berichtsjahr 2019 in mängelfrei. 4.200 (0,7 Prozent) der überprüften Aufzüge wiesen gefährliche Mängel auf und wurden entweder umgehend ausgebessert oder vorübergehend stillgelegt. Knapp zwölf Prozent wiesen sicherheitserhebliche Mängel auf, die von Betreibern nachgebessert und dann erneut begutachtet werden mussten. / GH

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