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Corona: So reagieren die Hersteller von Desinfektionsmitteln

Im Zusammenhang mit dem stark gestiegenen Bedarf an Desinfektionsmitteln haben viele Mitgliedsfirmen des Industrieverbandes Hygiene & Oberflächenschutz (IHO) umfassende Krisenmaßnahmen in Gang gesetzt.

Die IHO-Verbandsmitglieder sehen dem Verband zufolge in der Krisensituation ihre Verantwortung bei der Versorgung von Gesundheitseinrichtungen mit wirksamen Desinfektionsmitteln zur Infektionsprävention. Die ergriffenen Krisenmaßnahmen umfassen zum Beispiel die Erweiterung der Produktionskapazitäten, durch zusätzliche Schichten und die Stilllegung einzelner Produktlinien (etwa von Reinigungsmitteln) zur Schaffung von Produktionskapazitäten für Desinfektionsmittel.

Die Abgabe von Desinfektionsmitteln an Kunden wird seitens der IHO-Mitglieder gezielt koordiniert : Besonderes Augenmerk liege derzeit auf der Versorgung von Akuteinrichtungen des Gesundheitswesens wie Krankenhäusern. Die Grundversorgung der Altenheime und Pflegeeinrichtungen, Pharmaindustrie, lebensmittelherstellender Betriebe, Tierhaltung, professioneller Wäschereien und Verbraucher werde ebenso sichergestellt.

Zum Schutz der Mitarbeiter, aber auch zur Eindämmung der Verbreitung des Virus, haben einige Firmen Reisebeschränkungen ausgesprochen. Ziel dieser Maßnahme sei es, die Produktion und Administration aufrecht zu halten, um den Markt zu versorgen. Die sprunghaft angestiegene Nachfrage stellt die Hersteller zudem vor die Herausforderung, genügend Rohstoffe zur Mischung und genügend Verpackungen für die Abfüllung von Desinfektionsmitteln zur Verfügung zu haben. Kunden können sich bei der Auswahl geeigneter Mittel gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 mit dem Wirkungsbereich „begrenzt viruzid“, „begrenzt viruzid PLUS“ oder „viruzid“ über die Liste des Robert-Koch-Instituts oder die IHO-Desinfektionsmittelliste informieren.

Am 10. März haben Dr. Thomas Rauch, Geschäftsführer des IHO, und Geschäftsführer von Mitgliedsfirmen des IHO zudem an einem Treffen im Bundesministerium für Gesundheit mit Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn in Berlin teilgenommen. Ziel war, die Politik über die aktuelle Situation der Industrie zu informieren und sich mit allen im Prozess zur Bereitstellung von Desinfektionsmitteln zu vernetzen. Als Ergebnis des Treffens wurde ein Projektteam aus VCI (Verband der Chemischen Industrie – Rohstoffhersteller) und IHO-Vertretern ins Leben gerufen, um gemeinsam an der Notfall- und Grundversorgung mit geeigneten Desinfektionsmitteln zu arbeiten und rechtliche, fachliche und logistische Fragen zu klären.

Auf europäischer Ebene steht der IHO im engen Austausch mit dem europäischen Dachverband A.I.S.E. / GH

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