Schweiz -

Auftragsverlust: Dumpingpreis und keine Qualität

Der Kanton Zürich hat den Auftrag an eine Reinigungsfirma beim Neubau des Berufsbildungszentrums widerrufen. Die Firma war für die Arbeit ungenügend ausgerüstet, wie die «Zürichsee Zeitung» berichtet. Zum Beispiel habe von den mitgebrachten Staubsaugern nur einer funktioniert. «Ausserdem handelte es sich dabei um einen Staubsauger, der üblicherweise für den Haushalt verwendet wird und sich zur Baustellenreinigung nur bedingt eignet», erklärte Markus Pfanner vom Kanton Zürich.

Bleibt die Frage, warum der Kanton Zürich überhaupt eine Reinigungsfirma beauftragt, die bei einer einfachen Baureinigung in Schwierigkeiten gerät. Die Antwort: Der Kanton kann nicht anders. Bei einer solchen Ausschreibung müssen die Behörden das «wirtschaftlich günstigste Angebot» wählen. Bei der Baureinigung wurde bei der Offertbewertung der Preis mit 60 Prozent gewichtet. Weil die Basler Firma über 50 Prozent günstiger offerierte als sämtliche anderen Anbieter, waren die übrigen Kriterien Kapazität und Qualität praktisch hinfällig geworden. Terminliche Folgen für den Bau der BZZ-Erweiterung hat der verunglückte Auftrag an die Reinigungsfirma nicht. Finanzielle aber schon. Verlangte das nun ausgebootete Unternehmen für den Auftrag 110 000 Franken, kostet die Leistung beim zweitgünstigsten und nun berücksichtigten Anbieter 225 000 Franken.

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