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Demopark 2019 mit sehr gutem Ergebnis Alles im grünen Bereich

In der grünen Branche ist alles im grünen Bereich – so lässt sich das Ergebnis der ­Demopark 2019 zusammenfassen. 37.000 interessierte Fachbesucher kamen nach vorläufigen Zählungen des Veranstalters auf den Kindel bei Eisenach, um sich über Maschinen, Geräte und Systeme zur Grün- und Außenpflege zu informieren.

Markenkern der Demopark ist innovative Technik zum Anfassen und Ausprobieren. „Wer zu uns kommt, erwartet zu Recht mehr als das, was er bereits kennt“, betont Messedirektor Dr. Bernd Scherer vom ­Veranstalter VDMA Services. Die Industrie orientiere sich seit vielen Jahren an der Demopark, wenn es um die Markteinführung neuer Technologien gehe. „Ob 3-D-Maschinensteuerung im Holographieverfahren, Betriebsmittelmanagement via Bluetooth oder ­leistungsfähige Elektroantriebe für den kommunalen Einsatz – auf der Demopark wird man fündig und gut beraten“, resümiert der Messedirektor.

Konferenzprogramm ergänzt Praxis

Diese Einschätzung wird offenbar auch von den ­Besuchern geteilt – neun von zehn Besuchern sehen ihre Erwartungen vollauf erfüllt. Und auch die Industrie zeigt sich zufrieden und lobt vor allem die Besucherqualität, die selten so gut gewesen sei wie in diesem Jahr.

Ein Messebaustein von wachsender Bedeutung ist das Konferenzprogramm. „Die Demopark ist und bleibt eine Ausstellung mit hohem Praxisanteil. Der wird ­allerdings seit einigen Jahren erfolgreich um attraktive Vortrags- und Diskussionsrunden ergänzt, die einen gemeinsamen Nenner haben: dem Praktiker Tipps und Denkanstöße für die betriebliche Entwicklung zu geben.“

Prämierte Innovationen

Auch in diesem Jahr hat eine Fachjury die angemeldeten Neuheiten zur Demopark 2019 genau unter die Lupe genommen und Innovationen sowie beachtenswerte Weiterentwicklungen ausgezeichnet.

Insgesamt wurden vier Gold- und zehn Silbermedaillen vergeben. Zu den Goldmedaillengewinner zählt unter anderem Husqvarna mit dem Rasenmähroboter Automower 535 AWD, der automatisch Grundstücke bis zu einer Größe von 3.500 Quadratmetern pflegt Der vernetzte Mähroboter kann mithilfe einer Service-App von mobilen Endgeräten aus gesteuert werden.

Auch Stihl gewann eine Goldmedaille, und zwar mit der Motorsäge MS 500i. Weltweit einmalig: Sie kommt ­ohne Vergaser aus, ein Einspritzventil dosiert den Kraftstoff passend je nach Betriebszustand, der aus Druck-, Temperatur- und Drehzahlsignalen ermittelt wird.

Eine Silbermedaille erhielt Bema für seine Saug-Kehr-Düse, eine Kombination aus bewährten Kehrmaschinenkomponenten und neuer Saugtechnik. Sie eignet sich zur Aufnahme von losem und leichtem Material auf verschiedenen Untergründen, wie Grünanlagen, versiegelten Flächen sowie befestigten Verkehrsflächen. Die Saugturbine kann wahlweise hydraulisch oder mechanisch über die Gelenkwelle des Trägerfahrzeugs angetrieben werden.

Auch Birchmeier freut sich über Silber für das Pflanzen­schutz-Applikationsgerät AS 1200. Es ermöglicht die Applikation von Pflanzenschutz- und Pflanzen­stärkungsmitteln sowohl in dichte Laubbestände als auch gezielt in große Höhen oder Weiten. Dabei wird eine gleichmäßige Bedeckung des Blattes sichergestellt. Gesprüht wird im Luftstrom mit druckgeregelter Flüssigkeitszufuhr. Der Anwender erreicht mit diesem neuen Verfahren eine verbesserte Bestandsdurchdringung. Außerdem wird Sprühmittel eingespart, weil ein höherer Anteil auf der Pflanze landet, besser verteilt wird und weniger Streuverluste entstehen. (Bild 1)

Ebenfalls Silber gewann Westermann mit der kompakten Wildkrautbürste WKB 660 Honda. Anstelle von konventionellen, sich drehenden Bürstentellern mit Metall­zöpfen, die auf dem Untergrund Kehrstreifen hinterlassen können, hat sie drei Bürstenteller mit je vier Drahtzöpfen, die sich einzeln drehen und unter einem rotierenden Bürstenteller sitzen. Das schont den Untergrund. Zusätzlich werden die Pflanzen von mehreren Seiten angegriffen. Die langlebigen Drahtzöpfe können einfach nachgestellt oder ausgetauscht werden. Die Wildkrautbürste verfügt zusätzlich über eine Start-Stopp-Automatik, die als sogenannte Totmanneinrichtung funktioniert und verhindert, dass die Bürsten weiterrotieren, wenn niemand den Schalter gedrückt hält. Ein Spritzschutzblech schützt vor unkontrolliert herumfliegendem Kehrgut oder offenliegenden, rotierenden Drahtbürsten. (Bild 2)

Umfassendes Angebot

Natürlich gab es außer den prämierten Produkten noch viele weitere interessante Exponate zu sehen.

So war bei Avant Tecno die Serie 800, die größte und leistungsstärkste Laderserie der Finnen zu sehen. Merkmale sind auch bei dieser Serie das hydrostatische Getriebe mit hydraulischem Antriebsmotor an jedem Rad, dazu kommen zwei Fahrgeschwindigkeitsbereiche. Serienmäßig ist der Teleskop­hubarm, der hydraulisch ein- und ausfährt. Die Lader sind mit einem Schnellkupplungssystem für Anbaugeräte ausgestattet. Serie ist auch eine zertifizierte offene ROPS-/FOPS-Kabine, eine geschlossene und beheizbare (auf Wunsch mit Klimaanlage) ist optional erhältlich. Über 200 Anbaugeräte aus dem Avant-Sortiment erlauben ein breites Einsatzspektrum der Lader. (Bild 3)

Bauscher, deutscher Generalimporteur für Oil&­Steel-Arbeitsbühnen, präsentierte ein breites Programm. Die Serie Octopus zeichnet sich durch ihre Kompaktheit aus. Die Arbeitsbühnen der Baureihe Scorpion sind auf 3,5-Tonnen-Lkws aufgebaut. Die Teleskoparme haben eine maximale Arbeitshöhe von 23 Metern bei einer maximalen Reichweite von 13 Metern. Die Serie Snake umfasst Gelenkteleskop-Arbeitsbühnen auf Lkws von 3,5 bis 7,5 Tonnen. Der von Oil&Steel patentierte Pantograph ermöglicht das übergreifende Arbeiten und parallele Abfahren von Fassaden (Arbeitshöhe bis zu 27 Meter, seitliche Reichweite bis zu 14 Meter). (Bild 4)

Mit der CityCat 2020 ev bietet Bucher nach eigener Aussage das weltweit erste vollelektrische Kompaktkehrfahrzeug der 2-Kubikmeter-Klasse. Es setzt Maßstäbe in Bezug auf Lärmreduktion, Emissionsfreiheit und Effizienz. Zuladung, Saug- oder Kehrleistung wurden im Rahmen der Elektri­fizierung nicht eingeschränkt. Die CityCat 2020 ev ist deutlich leiser, völlig abgasfrei und auf lange Sicht kostengünstiger als Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor. Dank ­Entfall fossiler Treibstoffe, niedrigeren Wartungs-, Service- und Reparaturkosten fallen die Betriebskosten rund 75 Prozent niedriger als bei herkömmlichen Dieselfahrzeugen aus. Ein einziges Kehrfahrzeug kann jährlich etwa 26 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Die Einsatzdauer der CityCat 2020 ev liegt bei etwa acht Stunden, in nur zwei Stunden ist der Akku (bis zu 3.000 Ladezyklen) wieder geladen. (Bild 5)

Der Geräteträger City Ranger 3070 von Egholm setzt mit einem innovativen technischen Konzept laut Anbieter neue Maßstäbe. Begündet wird die Aussage mit der Kombination aus 360-Grad-Panoramasicht, flexibler Wendigkeit und hoher Leistungsfähigkeit (67 PS/50 kW) bei kompakten Maßen. Der innere Wenderadius von 825 Millimetern, die Knicklenkung und verschiedensten Anbaugeräte für Winterdienst, Grün­flächenpflege und Kehrarbeiten erlauben auch die Reinigung und Pflege von beengten Flächen. Für den einfachen Austausch von Anbaugeräten verfügt auch der City Ranger 3070 über das praktische Schnellwechselsystem des City Ranger 2250.

Neu ist das zum Patent angemeldete Motorkühlkonzept: Es verringert den Geräuschpegel erheblich (Fahrerkabine: 69 dB(A) und verdoppelt gleichzeitig die Kühlwirkung auf den Motor. Sämtliche Bedienelemente zur Voreinstellung der Reinigungsparameter sind in die Armlehne integriert, zum Start genügt lediglich ein Knopfdruck. Danach muss sich der Fahrer nur noch auf das Lenken konzentrieren, alles andere erledigt die Maschine. Mit einem Vier-Besen-Kehrsystem bietet der City Ranger 3070 hohe Produktivität, die Frontbeseneinheit sorgt auch in Kurven für ein sauberes Kehrergebnis. Die robuste Grobschmutzklappe umschließt den Saugmund und öffnet sich automatisch, um größere Verschmutzungen aufzunehmen. Ein selbstreinigendes Rotationsfiltersystem minimiert die Staubentwicklung im 1.000 Liter fassenden Kehrgutbehälter. (Bild 6)

Mit spurtreuer Knicklenkung, kleinem Wendekreis und permanentem Allradantrieb kommt der neue Citymaster 1650 von Hako fast überall hin. Die Weiter­entwicklung des Citymasters 1600 bietet einige verbesserte Features und Optionen. Zum Beispiel die neue Kehrtechnik mit mehr komfortablen Einstellmöglichkeiten für die Besen. Die gewohnt kompakte, wendige Bauweise der Maschine sorgt für eine ausgezeichnete Manövrierfähigkeit auch in beengten Bereichen. Der neue Motor erfüllt selbstverständlich die Anforderungen der Abgasstufe V. Alle Anbaugeräte lassen sich über ein Schnellwechselsystem einfach und werkzeuglos demontieren. Mit einer Vielzahl an An- und Aufbaugeräten steht der neue Citymaster 1650 schnell auch für die Nassreinigung, die Grünflächenpflege oder den Winterdienst bereit. Eine erweiterte Anbaugeräte-Codierung nimmt in vielen Fällen dem Fahrer erforderliche Grundeinstellungen bei den Hauptanwendungen ab und bietet ein Bedienkonzept mit weitreichender Automatisierung der Arbeit.

Erweiterte Sitzoptionen, eine höhen- und längsverstellbare Lenksäule sowie überarbeitete Fahrpedale ermöglichen eine individuelle Anpassung des Arbeitsplatzes. Mehr Komfort bietet auch die optionale Standheizung, die Motor und Kabine vorprogrammiert aufheizt, um die Warmlaufphase zu verkürzen und die Scheiben zu enteisen. Eine Voll-LED-Beleuchtung steigert die Lichtausbeute deutlich. (Bild 7)

Mit der akkubetriebene Kehrmaschine Haaga 677 Profi können laut Anbieter (Haaga Kehrmaschinen) Flächen bis zu 2.500 Qaudratmetern gekehrt werden. Da Motoren die Bürsten elektrisch antreiben, muss die Kehrmaschine nicht mehr geschoben, sondern nur noch geführt werden. Das Turbo-Kehrsystem verdoppelt laut Anbieter die Kehrleistung, die Tellerbesen werden durch eine dahinterliegende Kehrwalze erweitert, sodass der Boden zweifach gekehrt wird. Zudem sind die Bürsten stufenlos in der Höhe verstellbar, um sich jedem Boden anzupassen. Eine seitliche Führungsrolle hilft beim randnahen Kehren und schützt sowohl die Kehrmaschine als auch die Fläche. Flexible Dichtlippen sowie zwei Filter stellen staub­armes Kehren sicher, mit wenigen Handgriffen ist die wendige Maschine geleert. Bei leerem Akku kann sie manuell verwendet werden, ein Ladegerät ist im Lieferumfang enthalten. (Bild 8)

Heatweed, Anbieter für Maschinen zur Wildkrautbeseitigung mit heißem Wasser, integriert jetzt die technische Unterstützung für die Dokumentation der Anwendungen. Vor allem für das Vorgehen gegen in­vasive Pflanzenarten wie den Riesenbärenklau oder das Drüsige Springkraut liefert das System mit dem Namen ­ISRP (Invasive Species Reduction Program) große Vorteile bei der Dokumentation und Behandlungsverfolgung. Das webbasierte System speichert in Kombination mit Fotos, die über das Smartphone hinterlegt werden, den über GPS ermittelten Standort der Pflanze, den Wachstumszustand sowie das jeweilige Datum der Behandlung. Bei weiteren Behandlungen werden die dann entstandenen Fotos ebenfalls hinterlegt und so die Entwicklung dokumentiert. Auch bei der jeweils aktuell durchgeführten Anwendung greift das System durch Warnmeldungen ein, falls Pflanzen vergessen werden. Bearbeitungsnachweise können so jederzeit erfolgen. Darüber hinaus kommt die GPS-Technik bei verschiedenen Heatweed-Maschinen wie der Multi S oder der Multi M als reine Ortungsmöglichkeit zum Einsatz. Damit lassen sich der Standort einer Maschine bestimmen und die jeweiligen Einsatzbereiche beziehungsweise -orte nachvollziehen. (Bild 9)

Die Kehrsaug-Kombination KS 1200 (für die B- und C-Reihe) von Holder kombiniert Leistung und Reichweite eines Einzweckfahrzeuges mit den Vorteilen multifunktionaler Geräteträger. Sie arbeitet mit minimaler Feinstaubemission, wofür sie im Rahmen der EUnited-Zertifizierung beim PM10-Test ausgezeichnet wurde. Die schmale Bauweise und die wendige Knicklenkung ermöglichen effizientes Kehren. Die asymmetrischen Kehrbesen und der aerodynamisch optimierte Saugmund sorgen für ein gutes Reinigungsergebnis. Der Kehrgutbehälter aus Edelstahl hat ein Brutto­volumen von 1.200 Litern. In Kombination mit einem Umlaufwassersystem, bei dem das Wasser beim ­Kippen im Container bleibt, stellt er eine hohe Reichweite sicher. Die Kehrbreite (Standard 1.900 Millimeter) kann durch einen dritten Besen erweitert werden. Der seitlich verlaufende Saugschlauch ist gut zugänglich und kann als vollintegrierte Handabsaugung genutzt werden. (Bild 10)

Der kleine Traktor SXG 2 von Iseki wurde speziell für Einsteiger konzipiert und bietet viel Komfort, beispielsweise eine Behälterentleerung per Knopfdruck. Der Mäher ist ausgestattet mit einem Dieselmotor und einem wartungsfreien Winkelgetriebe. Die Fahrgeschwindigkeit ist durch hydrostatischen Fahrantrieb stufenlos steuerbar, die ergonomisch geformte Zwei-Pedal-Bedienung ermöglicht eine bequeme Fußstellung. Optional kann man mit dem SXG 2 auch kehren, streuen und räumen. Interessant ist der optionale Mulchstopfen. Er wird einfach eingesteckt und ermöglich das problemlose Umstellen von Sammeln auf Mulchen. (Bild 11)

Für die kommunale Kehrmaschine MC 130 hat Kärcher ein Drei-Besen-System entwickelt, mit dem erstmals Anpressdruck auf den dritten Besenkopf ausgeübt werden kann. Der Arm des dritten Seiten­besens ist an einer Laufschiene an der Vorderseite des Fahrzeugs angebracht, auf der der Besen hin und her fahren kann. Mit dem Querverschub ist die flächige Wildkrautentfernung über eine Breite von 1.600 Millimeter hinweg möglich. Ein weiterer Vorteil: Im selben Arbeitsgang wird der Grünabfall über die Absaugung in den Kehrgutbehälter aufgenommen und kann komfortabel entsorgt werden. Für die Entfernung von ­besonders hartnäckigem Unkraut lässt sich der Anpressdruck des dritten Besens über die Fahrzeughydraulik einstellen. Beim Kehren kann der Anwender über eine Taste die Umkehr der Besendrehrichtung aktivieren. Dann zieht sich der dritte Seitenbesen über die Laufschiene von selbst auf die andere Seite. So kann schnell auf Verschmutzungen reagiert werden, ohne wenden zu müssen. Für staubarmes Arbeiten ist jeder Seitenbesen mit zwei Frischwasserdüsen ausgestattet. (Bild 12)

Die Palette der Mehrzweckfahrzeuge erweitert ­ Kubota mit dem RTV X1110. Dabei kombiniert das neue Modell (Basis: RTV X900) bewährte Funktionen des Vorgängers mit innovativen Neuerungen. Die Ausstattung mit durchzugsstarkem und sparsamem Dieselmotor (Leistung jetzt 18 kW), hydraulischer Kraftübertragung und dynamischem Bremssystem setzt laut Kubota Maßstäbe in dieser Leistungsklasse. Der Rahmen mit integriertem Bodenschutz, große Federwege und die hydraulische Servolenkung prädestinieren das Fahrzeug für harte Einsätze in schwierigem Gelände. Die Ausrüstung gemäß STVZO ist Standard, die Zulassung erfolgt als Zugmaschine (lof) der Klasse T1a. Zwei separate Sitze, ein integrierter Überrollschutz (ROPS) sowie eine optional verfügbare Kabine mit Geräuschdämmung bieten Fahrkomfort und Sicherheit. Zusätzlich verfügt RTV X1110 über ein modernes Armaturenbrett mit LCD-Bildschirm und intuitiven Bedienelementen. Die Ladefläche lässt sich schon in der Grundausstattung hydraulisch entleeren, optional ist eine Arbeitshydraulik mit zwei zusätzlichen Steuerkreisen erhältlich. In Verbindung mit dem genormtem Schnellkuppeldreieck eignet sich das Fahrzeug RTV X1110 auch für professionelle Einsätze im Winterdienst. (Bild 13)

Autonomes Streuen im Winter? Mit dem Polaro E von Lehner Agrar, der als Studie vorgestellt wurde, soll das möglich werden. Das Interesse der Demopark-Besucher an diesem Gerät war jedenfalls groß. Der Streuer kann 220 Kilogramm Salz laden. Das reicht etwa für 10.000 Quadratmeter bei einer Ausbringmenge von 20 Gramm pro Quatratmeter. Der Roboter, den Lehner gemeinsam mit Innok Robotics entwickelte, hat eine Laufleistung von sieben Stunden, fährt gänzlich ­autonom und ist aktuell für den Einsatz auf Parkplätzen und Firmengrundstücken ausgelegt. Langfristig ist es auch geplant, Winterdienst beziehungsweise Streuarbeiten auf öffentlichen Gehwegen oder Straßen mit diesem Gerät zu erledigen. (Bild 14)

Die handgeführte, akkubetriebene Wildkrautmaschine KM A10 stellte Michaelis Maschinenbau – nach eigenem Verständnis Innovationsgeber und Pionier in der Wildkrautbekämpfung – vor. Bewuchs auf gepflasterten Flächen und Kantenbereichen lässt sich mit ­diesem Gerät leicht, geräuscharm und umweltfreundlich entfernen. Die integrierte beidseitig mögliche ­Seitenverstellung und viele Einstellmöglichkeiten tragen dazu bei. Ein zeitgemäßer und leistungsstarker Elektromotorantrieb erzeugt bei hohem Drehmoment eine auf die Anwendung abgestimmte Drehzahl. ­Damit ergeben sich die Voraussetzungen für die ökologische und zugleich wirtschaftliche, mechanische Wildkrautbeseitigung. Das Wechselakkusystem überzeugt durch seine Leistungsmerkmale und den praktikablen Einsatz. Lange Betriebszeiten und kurze Ladezeiten sowie die Möglichkeit von Teilladungen ohne Kapazitätsverlust runden das Gesamtkonzept dieser Maschine ab. (Bild 15)

Als Generalimporteur für die DACH-Region legte Rampelmann & Spliethoff den Schwerpunkt auf die Präsentation der Hustler-Mäher. Mit den Null-­Wendekreis-Aufsitzmähern ist dank präziser Lenkung durch SmoothTrack-Steuerung schnelles Mähen um Bäume, Sträucher und andere Hindernisse kein ­Pro­blem. Auch das lästige, zeitaufwändige Ausputzen mit einem Handmäher entfällt. Alle diese Mäher sind für den langen Einsatz konzipiert und mit Kombimähwerken ausgestattet. Im hohen Gras hinterlassen die auf Seitenauswurf umgerüsteten Mähwerke (sie können im 90-Grad-Winkel hochgeklappt werden) einen guten Schnitt bei gleichmäßiger Verteilung des Grasschnittes. Erwähnenswert scheint noch die patentierte Feststellbremse: Sie greift automatisch, sobald der Lenkhebel geöffnet wird, ein zusätzlicher Parkbremshebel ist nicht notwendig. (Bild 16)

Bei Rapid Technic ersetzt der mit einem 23 PS starken Motor ausgestattete Einachsgeräteträger Rapid Varea in vielen Einsatzgebieten ab sofort den Rapid Euro. Die bewährte Balance des Rapid Euro wurde übernommen, neue Features wie Holmseitenverstellung und -drehung sowie eine umschaltbare aktive Handhebel- oder Holmlenkung eingebaut. Die eigens entwickelte Doppelhydraulik-Pumpe arbeitet mit ­hohem Wirkungsgrad und ermöglicht auch Zero-Turn-­Wendemanöver. Es stehen die Ausführungen als M- oder S-Modell zur Verfügung. Das S-Modell kann zusätzlich zum M-Modell den Holm drehen und seine Fahrcharakteristik ist auf die persönlichen Bedürfnisse des Bedieners einstellbar. (Bild 17)

Im Mittelpunkt bei Ruthmann standen die neuentwickelten Modelle der TBR-Baureihe. Generell steht die neue Generation an Steigern der 3,5-Tonnen-Klasse für mehr Leistungsstärke, Stabilität und Einsatzflexibilität. Mit dem Steiger TBR 230 steht ein Allrounder mit echten 23 Metern Arbeitshöhe und bis zu 17,50 Metern Reichweite zur Verfügung. Es sind vier Bewegungen gleichzeitig möglich (Heben, Schwenken, Teleskopieren, Korbarm auf/ab) und zusätzlich die Korbdrehung. Verbesserte Arbeitsgeschwindigkeit und 250 Kilogramm Korblast sind weitere Merkmale dieser Lkw-Arbeitsbühne. Die neue TBR 260 bietet mit 26 Metern noch mehr Arbeitshöhe. (Bild 18)

Die bekannte Serie der Mähwerke von Stoll mit 120 Zentimetern Arbeitsbreite wird nun mit den Arbeitsbreiten 160 und 210 Zentimetern abgerundet. Die neuen Modelle der Profilinie SFMS 1600 und nun auch SFMS 2100 wurden für den professionellen und anspruchsvollen Anwender entwickelt und sind ­bereits ab Traktorenstärken von 40 PS einsetzbar. Hohes Mähdeck, robuster Anbaurahmen, Anfahrschutz, ­Anti-Scalp-Rolle, rasenschonende Luftbereifung mit Grasabstreifer, leichte Aushebung, Mulchfunktion, einfache Höhenverstellung und Radwechsel setzen Anwenderwünsche innovativ um. Vier kräftige Messer schneiden und transportieren das Mähgut nach rechts, der im Deck integrierte Auswurfkanal sorgt in Verbindung mit Aufbau­saugern für verstopfungsfreie Aufnahme. Der Anbieter liefert die Komplettlösung als funktionell abgestimmtes System, das vielseitig einsetzbar ist. Ob randnahes Mähen mit Absaugfunktion, Mulchen, Heck- oder Seitenauswurf, Getriebe oder Hydraulikantrieb – alle Varianten sind möglich, war auf der Demopark zu hören. (Bild 19)

Der CleanLine-Handschaumsprüher 301-FA von Solo ist mit dem neuen patentierten Verstellsystem VarioFoam ausgestattet: Damit ist die Verstellung der Schaumgüte von trocken zu feucht ohne den umständlichen Austausch von Düsenteilen möglich. Mit FKM-Dichtungen ist er zur Ausbringung säurehaltiger Mittel im pH-­Bereich 1 bis 7 geeignet sowie für öl- beziehungsweise chlorkohlenwasserstoffhaltige Mittel. Er bietet zwei Liter Nennvolumen und drei Bar Druck. In der Variante 301-FB erlauben EPDM-Dichtungen den Einsatz alkalischer Mittel im pH-Bereich 7 bis 14. Beiden Geräten gemeinsam ist neben dem patentierten Verstellsystem ein ergonomischer, robuster Griff, der auch mit Handschuhen gut umfasst werden kann. (Bild 20)

Sein Produktprogramm hat Stadiko um ein System zur Wildkrautbekämpfung mit Heißwasser erweitert. Die Maschine, die man wie einen kleinen Elektro­stapler hinter sich herfahren lassen kann, hat einen flexibel montierten Flächenwagen an der Stirnseite. Dies macht den Ökotherm laut Anbieter zur kleinsten, komplett autarken Heißwasser-Wildkrautbekämpfung auf dem Markt. Anschaffungs- und Betriebskosten sind vergleichsweise gering, da kein zusätzliches Trägerfahrzeug benötigt wird. Der mit Batterie angetriebene Heizölbrenner hat eine Heizleistung von 90 Kilowatt. Ist der Tank mit 280 Litern Wasser gefüllt, ist die ­Maschine in weniger als drei Minuten auf Betriebstemperatur und einsatzbereit. Der 65 Zentimeter breite Flächenwagen kann seitlich so verschoben werden, dass er bis zu zehn Zentimeter über das Fahrgestell hinaus reicht. Bei der Wildkrautbekämpfung arbeitet der Ökotherm mit bis zu 130 Grad Celsius und verbraucht dabei etwa zehn Liter Wasser pro Minute. Ein Teil des Wassers wird zu Dampf, der die Flächen aufheizt. Das gleichzeitig ausgebrachte Wasser wird im Flächenwagen gleichmäßig verteilt. Dadurch entsteht auch in Hanglagen ein dünner Wasserfilm, der das Wildkraut verbrüht. Schwer zugängliche Stellen lassen sich mit dem 20 Meter langen, doppelwandigen Bewegungsschlauch und den entsprechenden Handlanzen oder Schiebewagen bearbeiten. Als Extra kommt eine Reinigungslanze hinzu, mit der beispielsweise Papierkörbe oder Parkbänke gereinigt und auch Aufkleber oder Kaugummi mit kochend heißem Wasser entfernt werden können. (Bild 21)

Der niederländische Hersteller Waterkracht zeigte sein erstes elektrisches Modell zur Wildkrautbekämpfung. Es soll im Frühjahr 2020 in Serie gehen. Wie die kraftstoffbetriebenen Modelle lässt sich der WeedMaster eM wahlweise mit einem 500, 800 oder 1.000 Liter ­fassenden Wassertank ausstatten. Die Heißwasseranlage wird von zwei Batteriepacks mit jeweils 48 Volt angetrieben. Im „Wildkraut-Modus“ bringen es die Akkus auf etwa 6,5 Betriebsstunden und ­können dann separat entnommen und gegen aufgeladene Ersatzakkus ausgetauscht werden. Während bei den kraftstoffbetriebenen Geräten die Temperatur­regelung über das Regelventil des Thermostats passiert, erfolgt sie beim WeedMaster eM über die Drehzahl. Wird sie nach unten geregelt, verringert sich der Wasserfluss, wird sie nach oben reguliert, fließt eine größere Wassermenge. So können die konstant benötigten 99 Grad Wassertemperatur zur Wildkrautbekämpfung noch besser erreicht werden. Gearbeitet wird mit 50 Bar Arbeitsdruck bei einer Leistung von acht Litern pro Minute. Jedes Zubehör der M-Line kann auch am elektrischen Geräte weiterverwendet werden. Da es keine Emissionen und nur geringe Geräuschentwicklung gibt, kann der WeedMaster eM auch schon am frühen Morgen an sensiblen Orten (Schulen, Kitas, Alten­heime) eingesetzt werden. (Bild 22)

Peter Hartmann peter.hartmann@holzmann-medien.de

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