Optimierte Bewegungsstrategie für Reinigungsroboter Mehr Fläche, weniger Kosten

Entwickelten eine Möglichkeit, wie die Bewegungsstrategie von Reinigungsrobotern optimiert werden kann: die Studierenden Benjamin Schubert, Jana Kummer, Patrick Praßer, Birgit Dahmen, Christoph-Gerd Hansen, Nadine Schöttler und Daria Saitner (nicht im Bild Ruben Herzhoff). - © Hochschule Niederrhein

Mehr Fläche, weniger Kosten

Studierende der Hochschule Niederrhein (Krefeld) haben eine Möglichkeit zur Optimierung der Bewegungsstrategie von Reinigungsrobotern entwickelt. Das senkt die Bearbeitungszeit – und die Personalkosten. Sie machen derzeit rund 80 Prozent der Gesamtkosten in der Gebäudereinigung aus, trotz neuer Reinigungstechniken und Maschinen.


„Das größte Defizit sehen wir im mehrfachen Befahren von schon gereinigten Flächen, da es die Reinigungszeit unnötig verlängert”, sagt Christoph Hansen aus der Projektgruppe – allesamt Studierende des auslaufenden Diplomstudienganges Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten Reinigungs- und Hygienetechnik und Fertigungstechnik.


Der Vorschlag der Sechstsemestler: Durch entsprechende Hard- und Software soll die absolute Position des Reinigungsroboters jederzeit bestimmbar sein und auf einer Umgebungskarte hinterlegt werden. Dies erfolgt durch ein System, für das nur ein Bezugspunkt benötigt wird, welches in die Basisstation integriert werden kann. Dadurch entfallen zusätzliche Installationsarbeiten. Mit dieser Hardware könnte der Roboter bereits gereinigte Flächen und Hindernisse abspeichern und das erneute Befahren mit einem einfachen Algorithmus verhindern. „Dadurch wird die Flächenleistung des Roboters deutlich erhöht und es kann mehr Fläche mit einer Akkuladung gereinigt werden. Zusätzlich wird sichergestellt, dass alle Flächen bearbeitet werden”, erklärt Projektleiter Patrick Praßer.


Die Vision der Studierenden ist es, ein solches System in eine Scheuersaugmaschine zu integrieren und somit große, wenig überstellte Flächen automatisiert und wirtschaftlicher zu reinigen. Die Studierenden können sich vorstellen, beruflich weiter an der technischen Umsetzung ihrer Idee zu arbeiten. Das Projekt betreute Professor Dr. Markus Kleutges .


Die Hochschule Niederrhein ist die einzige Hochschule in Deutschland mit einem Studiengang Wirtschaftsingenieur/Schwerpunkt Reinigungs- und Hygienetechnik. Er wurde zwischenzeitlich von einem Bachelor-Studium mit der Möglichkeit eines Master-Abschlusses abgelöst. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Fachbereichs . Anfragen können an den Schwerpunktleiter des Studiums, Prof. Hans G. Hloch , gerichtet werden.