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2019: Dussmann verbucht 6,3 Prozent mehr Umsatz

Der Multidienstleister Dussmann (Berlin) hat im vergangenen Jahr 2,13 Milliarden Euro Umsatz erzielt - 6,3 Prozent mehr als im Jahr 2018 (2,01 Milliarden Euro).

Alle Geschäftsbereiche trugen nach Unternehmensangaben zum Wachstum bei. Die EBITDA-Marge auf den Konzernumsatz 2019 lag bei 5,0 Prozent (2018: 6,2 Prozent). Der Gesamtumsatz, der zum Konzernumsatz auch gemanagte Umsätze und Konzerninnenumsätze enthält, stieg auf 2,40 Milliarden Euro (2018: 2,34 Milliarden Euro)

Der Unternehmensbereich Dussmann Service, der neben dem Geschäft mit integriertem Facility-Management auch die Umsätze von Dussmann Technical Solutions umfasst, trug zum Konzernumsatz 1,67 Milliarden Euro bei – eine Steigerung um 6,6 Prozent (2018: 1,56 Milliarden Euro). Grund sind nach Unternehmensangaben vor allem große neue Dienstleistungsaufträge der Landesgesellschaften in Italien, Luxemburg und Österreich. Auch die Akquisition des Elektrotechnik-Spezialisten STS im Sommer 2019 sowie die Einbeziehung des 2018 gekauften Gebäudetechnik-Unternehmens Gaetano Paolin (Padua) wirkten sich positiv aus.

Der Unternehmensbereich Care & Kids – er umfasst Kursana (Betreuung und Pflege von Senioren) und die KulturKindergärten - wuchs um 5,3 Prozent und trug zum Konzernumsatz 433 Millionen Euro (2018: 411 Millionen Euro) bei. Das KulturKaufhaus steigerte seinen Umsatz um 2,8 Prozent auf 36 Millionen Euro (2018: 35 Millionen Euro).

„Wir haben ein solides Geschäftsjahr 2019 mit einem ordentlichen Ergebnis abgeschlossen. Durch die Gründung unseres Geschäftsbereichs Dussmann Technical Solutions, mit dem wir unsere Kunden im technischen Anlagenbau unterstützen, haben wir einen wichtigen Schritt bei der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens getan. Diese werden wir weiterhin konsequent vorantreiben, denn durch unser diversifiziertes Geschäftsmodell sind wir robust aufgestellt. Das ist in der aktuellen Situation besonders wertvoll“, sagte Wolf-Dieter Adlhoch, Sprecher des Vorstands.

Im In- und Ausland steuere Dussmann in vielerlei Hinsicht Know-how und Ressourcen dazu bei, die Corona-Krise und ihre Folgen zu bewältigen. Für eine Bewertung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf das laufende Geschäftsjahr sei es allerdings noch zu früh. Unter anderem reinigt Dussmann Krankenhäuser in der besonders betroffenen italienischen Region Lombardei und desinfiziert alle Vaporetti und Fähren in Venedig. In einem Feldlazarett zur Betreuung von Covid-19-Patienten in Bergamo sorgt Dussmann für die Verpflegung. Italien ist der größte Auslandsmarkt des Unternehmens, das mittlerweile 52 Prozent (2018: 48 Prozent) des Konzerumsatzes im internationalen Raum erzielt.

Neben der Reinigung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen auch in Deutschland führte Dussmann zum Beispiel beim Automobilzulieferer Webasto an dessen Hauptsitz in Stockdorf eine Hygienereinigung durch. Anfang 2020 waren dort einige Mitarbeiter am Coronavirus erkrankt – die ersten bekannt gewordenen-Fälle in Deutschland.  

Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten, setzt Dussmann Mitarbeiter zum Beispiel vorübergehend in anderen Objekten ein, die nicht von Schließungen betroffen sind. Auch Maßnahmen wie Überstundenabbau und Kurzarbeit kommen zum Tragen.

Im Rahmen der Unternehmensstrategie „Next Level“ wurde die im Sommer 2019 hinzugekaufte STS Group (Irland), in den neu gegründeten Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions (DTS) integriert. Neben STS zählen auch DKA (Dresdner Kühlanlagenbau) mit Kälte- und Klimatechnik sowie HEBO mit Aufzugstechnik zu DTS. Beide sind seit 2013 beziehungsweise 2016 Teil von Dussmann. „Mit DTS erweitern wir unser Leistungsspektrum. Wir erschließen uns das margenstarke Geschäft für den technischen Anlagenbau und ergänzen sinnvoll unser bewährtes Kerngeschäft des Facility-Managements , sagt Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Vorsitzende des Stiftungsrats.

Im Herbst 2019 verkaufte Dussmann das Geschäft in Lettland sowie Anfang 2020 jenes in China und Hongkong. Damit sollen die Ressourcen der Unternehmensgruppe auf das erfolgreiche Geschäft in Europa und im Mittleren Osten sowie auf ausgewählte asiatische Märkte konzentriert werden.

Dussmann beschäftigt aktuell 64.500 Mitarbeiter in 22 Ländern. 2018 waren es 66.122. / HH

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