Der US-amerikanische Reinigungsgerätehersteller Tennant hat eine einstweilige Verfügung gegen Kärcher erwirkt. Die Entscheidung des Landgerichts Köln untersagt es Kärcher zu behaupten, Tennant habe die Werbeaussagen zu seiner ec-H2O-Technologie abgeschwächt.
Kärcher müsse daher seine diesbezüglichen Aussagen sofort aus dem Internet entfernen, so heißt es in einer Pressemitteilung von Tennant. Im Fall von Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung des Gerichts drohe Kärcher ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.
Tennant beantragte und erzielte den Erlass der einstweiligen Verfügung, nachdem Kärcher Tennants Abmahnung wegen der Verbreitung von unlauteren Behauptungen über Tennants ec-H2O-Werbung zurückgewiesen hatte.
„Wir sind erfreut, dass das Gericht der Verbreitung herabsetzender Äußerungen seitens eines Mitbewerbers einen Riegel vorgeschoben hat. Wir stehen zu unserer ec-H2O-Technologie und den zahlreichen Vorteilen, die ec-H2O unseren Kunden weltweit bringt“, sagte Chris Killingstad, Präsident und CEO der Tennant Company.
Die patentierte ec-H2O-Technologie wandelt Wasser nach Angaben von Tennant in eine innovative Reinigungslösung um, die effektiv reinigt, Geld spart, die Sicherheit erhöht und die Umwelt schont.
TENANT’s Reinigungstechnik beruht auf der Elektrolyse des Wassers. TETANT hat dazu die gleichen Elektrodeneinheiten verbaut, die in unseren Wasserionisierern vom Typ ALPHION stecken.
In Korea wird dieses elektrolytisch behandelte Wasser zur Reinigung von Leiterplatten verwendet – das basische Wasser von der katholytischen Seite der Elektrode erreicht mit Salzzugabe ohne Probleme pH 13 und emulgiert Öl, das saure Wasser von der anolytischen Seite der Elektrode den pH 2 und tötet nebenwirkungsfrei alle Bakterien, Pilze etc. ab – dazu wird es z.B. auch in der Landwirtschaft in großen Anlagen eingesetzt.
Kärcher hat vor einiger Zeit bei uns einen Wasserionisierer gekauft – jetzt weiss ich auch warum. Wenn sich die Kärcher-Aussagen auf das Wasser stützen, das aus diesem Wasserionisierer kommt, stehen sie auf sehr tönernen Füßen – auch wenn das Gutachten 35.000 EURO gekostet hat. Denn diese Wasserionisierer sind zur Herstellung von Trinkwasser, ihre Elektronik ist so geregelt dass das basische Wasser im Bereich der Trinkwasserverordnung bleibt (maximal pH 9,5), und es wird auch kein Salz hinzugegeben.
Das Gerät, das Kärcher bei uns gekauft hat, war auch kein ALPHION sondern eine einfacheres Gerät mit einer anderen Elektrodeneinheit, die nicht so leistungsfähig ist – mit der Elektrode des ALPHION, mit Salzzugabe und einer anderen Elektronik kann aber durchaus hochwirksames katholytisches und anolytisches Wasser produziert werden, das entsprechende Wirkung hat.
Ob sich Kärcher mit diesem Streit einen Gefallen getan hat, wird sich zeigen …
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