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Zu viel Luxus ist steuerschädlich

 
 
Zu viel Luxus ist steuerschädlich
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Bild: Porsche

Ist ein Betriebsinhaber privat Autoliebhaber, zeigt sich das meist auch an seinem betrieblichen Fuhrpark. Doch was zu viel ist, ist zu viel. Betragen die Pkw-Kosten für eine teure Luxus-Karosse 36 Prozent des gesamten Umsatzes, kürzt das Finanzamt den Betriebsausgabenabzug.


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Eigentlich dürfen Unternehmer frei wählen, ob und in welcher Höhe sie betrieblich investieren. Doch es gibt eine "Ausgabenbremse". Aufwendungen, die "die Lebensführung berühren" dürfen den Gewinn nach § 4 Abs. 5 Nr. 7 EStG nicht mindern, soweit sie nach allgemeiner Verkehrsauffassung als unangemessen anzusehen sind.

In einem Urteilsfall vor dem Finanzgericht Nürnberg kaufte sich ein Selbstständiger für seinen betrieblichen Fuhrpark einen Porsche 911 Turbo Coupé. Die Pkw-Kosten und die Abschreibung des Luxusfahrzeugs betrugen 36 Prozent des Umsatzes des Selbständigen – das ist zu viel, so Finanzamt und Richter einhellig und kürzten dem Autoliebhaber den Betriebsausgabenabzug (Urteil v. 28. Februar 2008, Az. IV 94/2006).

Tipp: In dem Streitfall vor den Nürnberger Richtern kam noch hinzu, dass der Selbstständige ein Fahrtenbuch führte und angab, das Auto kaum privat genutzt zu haben. Wie gesagt: Was zu viel ist, ist zu viel. Wenn schon ein teures Fahrzeug für den Betrieb erworben wird, sollten wenigstens alle steuerlichen Verpflichtungen eingehalten werden und man sollte nicht versuchen, auch noch beim Privatanteil zu drehen. Das könnte andernfalls beim Finanzbeamten einen Streichreflex auswirken.

dhz


 
 

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