Seife selbst herzustellen ist ganz einfach. Hier die Anleitung, nach der im Fachkundeunterricht an der Gewerblichen Schule Metzingen Seife gekocht wird.
Du brauchst Fette und/oder Öle, Ätznatron (aus der Apotheke), Duftöle, Farbstoffe und destilliertes Wasser. Außerdem einen großen Topf, einen hitzebeständigen Behälter für die Natronlauge, eine Küchenwaage, Rührlöffel und Schöpfkelle aus Plastik, einen Stabmixer, Küchenrolle, Seifenformen (Joghurtbecher oder Holzformen) und Frischhaltefolie. Ganz wichtig: Töpfe oder Geräte zur Seifenherstellung sollten nicht mehr zum Kochen verwendet werden. Sie dürfen nicht aus Aluminium bestehen, weil die Natronlauge das Aluminium beschädigt. Und: Unbedingt Schutzbrille, Gummihandschuhe und Schutzkleidung tragen! Spritzer aus heißem Fett und heißer Lauge können sehr weh tun und hässliche Flecken auf der Kleidung verursachen.
So geht’s:
500 Gramm Kokosfett, 400 Gramm Olivenöl und 700 Gramm Sonnenblumenöl abwiegen und im Topf auf dem Herd schmelzen lassen bzw. erwärmen. Nicht zu heiß werden lassen!
230 Gramm Ätznatron (NaOH) in 480 Gramm destilliertem Wasser (genau abwiegen!) unter vorsichtigem Rühren auflösen.
15 bis 30 Minuten erkalten lassen.
Die warme Öl-Fett-Mischung vorsichtig in die warme Lauge gießen und langsam umrühren. Anschließend mit dem Stabmixer pürieren, bis eine puddingartige Masse entsteht. Wenn man mit einem Löffel rührt, sollte eine „Straße“ entstehen.
Jetzt die Masse (oder nur eine Teilmenge) mit Farbstoff und/oder Duftöl (z.B. Lavendelöl oder Zitrusöl) nach Wunsch einfärben und beduften. Gut umrühren. Es können auch getrocknete Blüten zugegeben werden.
Formen mit Frischhaltefolie auskleiden. Die noch warme Seifenmasse einfüllen.
Nach ein bis zwei Wochen kann die Seife aus größeren Formen gelöst und z.B. in Scheiben geschnitten werden. Kleinere Seifenstücke können noch eine Weile in den Formen bleiben.
Gebrauchsfertig ist die Seife erst nach dem kompletten Aushärten. Das dauert mindestens sechs bis acht Wochen. Achtung: Die Seife sollte nicht zu früh verwendet werden, andernfalls können Hautreizungen wegen der Natronlauge auftreten.
Gutes Gelingen!