Aktuelles Heft 5/2012

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Bringt der Besucherzuspruch pralle Auftragsbücher?

Schweizer Innovationen nach Mass

Heft 6/2010
 
 
Schweizer Innovationen nach Mass
Fotostrecke: (10 Bilder)
Die Scheuersaugmaschine Discomatic Samba von Wetrok: klein, stark, beweglich – ein Tanzgenie, speziell auf kleinen Flächen.
Bild: Wetrok

„Wir konnten ausserordentlich viele interessierte Besucher begrüssen, es war eine Messe wie seit Längerem nicht mehr“, lautete das einhellige Echo der Schweizer Aussteller an der ISSA/Interclean in Amsterdam. Diese positiven Eindrücke lassen einiges erwarten. Trotz härterem Schweizer Franken erhoffen sich die exportorientierten Unternehmer volle Auftragsbücher. Optimismus macht sich dadurch breit. Er baut auf Qualität, Innovationsgeist und Zuverlässigkeit.


Mit einem topmodernen Stand präsentierte sich die Klotener Wetrok. Im Fokus standen Prozessoptimierungen dank massgeschneiderter Technik. Wetrok bringt eine neue Dimension in die Bodenreinigung: Hightech bewirkt, dass die jüngste Scheuersaugmaschine leicht zu manövrieren ist. Und weil es gescheite Technik ist, gestalten sich auch das Bedienen und Warten besonders einfach. Die „denkende“ Maschine erhöht sowohl die Produktivität als auch die Sicherheit. Wer sich auf die neuste Scheuersaugmaschine von Wetrok schwingt, hat alles direkt im Blick und alles in einer Hand: Kein Steuerrad mehr, ein einfacher Lenker genügt. Dieser ist mit einem elektronischen Steuersystem verbunden, das die Reinigungsmaschine exakt und sicher manövrierbar macht. Das System führt die mit einer Hand getätigten Befehle zum Lenken ebenso wie zum Beschleunigen und Bremsen elektronisch genau aus. Bei tiefer Geschwindigkeit erlaubt es enge Kurvenradien, bei hohen Tempi werden diese sicherheitshalber erweitert. Die eingebaute Elektronik überträgt die Befehle des Lenkers berührungslos. Dadurch erübrigen sich mechanische Komponenten wie Zahnräder und Ketten, die sich mit der Zeit abnützen. Dadurch reduzieren sich Unterhalt und Wartung. Das schlägt sich unmittelbar auf die Produktivität und Einsatzbereitschaft nieder: Mit der neuen Scheuersaugmaschine lässt sich Zeit und Geld sparen.

Ein weiterer Vorteil ist das berührungsempfindliche Bedienfeld. Die neue Scheuersaugmaschine ist branchenweit die Erste mit einem Touchscreen. Sie ist zudem ein Sprachgenie und lässt sich auf sechs verschiedene Varianten einstellen – je nach Muttersprache des Bedienungspersonals. Entsprechend berechtigte Personen definieren im Voraus die Reinigungsprogramme und speichern diese elektronisch ab, so dass sie im alltäglichen Gebrauch mit einer einzigen Berührung angewählt werden können. Die Maschine „weiss“ danach von selbst, wie die Reinigungschemie zu dosieren, die Wassermenge zu wählen, der Bürstendruck einzustellen und die Saugleistung zu definieren sind. So kann der umwelt- und kostenbewusste Reinigungsprofi Chemie, Wasser und Energie sparen und gleichzeitig die Qualität seiner Arbeit konstant hochhalten. Das Dosiersystem, das die Maschine mitführt, bietet Platz für zwei 5-l-Behälter, die schnell und einfach gewechselt werden können.

Wetrok zeigte in Amsterdam auch, wie kompakt Scheuersaugmaschinen sein können.

Wer bis anhin Eingangsbereiche, Küchen oder etwa kleine Ladenflächen mit dem Mopp gereinigt hat, erhält jetzt mit dem Discomatic Samba eine Alternative. Die erste professionelle Scheuersaugmaschine der Kompaktklasse legt sich auf engstem Raum in die Kurve und reicht bis in die hinterste Ecke.

Die Discomatic Samba hat Idealmasse für kleine Räume und für enge Platzverhältnisse. Mit ihrer Reinigungsleistung von 1.200 m² pro Stunde entzieht sie dem Mopp einiges an Berechtigung. Sie ist gemäss Testergebnis doppelt bis dreimal so schnell. Und noch hygienischer! Die Discomatic Samba mit ihren zwei Tanks benützt für jeden Quadratzentimeter frisches Wasser. Zudem ist der Boden gleich wieder trocken. Deshalb lässt sich damit sogar reinigen, während der Betrieb läuft oder ein Ladengeschäft geöffnet ist. Die Bedienung kann kaum einfacher sein, der Führungsgriff passt sich jeder Körpergrösse an. Der Frischwassertank fasst 15 l, das reicht für eine Weile und spart Zeit. Der Schmutzwassertank lässt sich im Handumdrehen entfernen, so dass er überall entleert werden kann.

Mit ihrer Namensanlehnung an den Tauchsport wusste auch die dritte Neuheit, der neue Wetrok Scuba, zu gefallen. Wer ihn umschnallt, wird wendig wie ein Taucher – und entdeckt auch, dass der neue Rückentragsauger komfortabel am Körper liegt.

Vor allem kleinere Flächen wie Treppen oder Aufzüge, aber auch zugestellte, enge und kompliziert aufgeteilte Räume wie Kinosäle oder Züge lassen sich mit dem Rückentragsauger von Wetrok schnell und bequem reinigen. Der Wetrok Scuba ist zwar ein Leichtgewicht – was aber nicht heisst, dass der Reinigungsprofi auf Leistung verzichten muss: Die kleine Maschine saugt kräftig und der Staubbeutel nimmt überdurchschnittlich viel auf.

Auch Kärcher setzt auf die wirtschaftliche Reinigung kleiner Flächen. Dafür eignet sich die neue batteriebetriebene Scheuersaugmaschine BD 40/12 C Bp. Sie ist für die wirtschaftliche Reinigung von 100 bis 500 m² grossen Flächen ausgelegt, besonders wendig und sehr einfach zu bedienen. In ihrer Reinigungswirkung steht sie grösseren Modellen nicht nach und eignet sich für vielfältige Anwendungen in der professionellen Gebäudereinigung, im Hotel- und Gastronomiegewerbe, im Einzelhandel, Gesundheitswesen und Handwerk. Die Maschine ist dank der stark gedämmten Turbine sehr leise und kommt daher auch für die Unterhaltsreinigung an Orten mit Publikumsverkehr in Frage. Von Vorteil ist nämlich, dass es kein Elektrokabel gibt, das zur Stolperfalle werden könnte. Der Akku der BD 40/12 C Bp hat eine Laufzeit von rund einer Stunde und kann mit dem in die Maschine eingebauten Ladegerät an einer 230-V-Standardsteckdose aufgeladen werden.

Der 12 l fassende Frischwassertank wird über den eingebauten Schlauch befüllt, der auf alle gängigen Wasserhähne passt. Für das Entleeren des Schmutzwassertanks gibt es zwei Möglichkeiten: Er kann an den beiden Griffen vom Gerät gehoben und zum Ausguss getragen werden. Bequemer ist es, wenn dafür der seitlich angebrachte Ablassschlauch genützt wird.

Kompakt ist auch Trumpf bei den Step-on-Maschinen für enge Räume. Die neuen Maschinen vom Typ BR 55/40 RS und BD 50/40 RS verbinden die gute Manövrierfähigkeit von handgeführten Geräten mit der Flächenleistung von Aufsitzmodellen. Für die beiden besonders schmal gebauten Maschinen sind enge Gänge kein Hindernis – wie zum Beispiel zwischen Supermarktregalen oder sogar zwischen den Kassen. Durch ihre kompakte Bauweise sind sie sehr wendig und können auch verwinkelte Flächen bis an die Ränder reinigen. Neu ist das Farbleitsystem der jetzt anthrazitfarbenen Maschinen: Gelbe Bedienelemente sind für die Reinigungsfunktionen vorgesehen, hellgrau weist auf Bereiche für die Wartung hin. Während der Reinigung steht der Bediener bequem und erhöht auf einem Trittbrett an der Rückseite, was ihm eine gute Übersicht verschafft. Das ermöglicht das Manövrieren in stark überstellten Räumen und sogar den Einsatz bei Publikumsverkehr. Das Vorderrad lässt sich um 90 Grad einschlagen, so dass auf der Stelle gedreht werden kann – der Wendekreis beträgt lediglich 1.300 mm. Mit einem einzigen Drehschalter wird zwischen verschiedenen Programmen wie Transportfahrt, Standard- und Intensivreinigung, Absaugen und Zwei-Schritt-Methode gewählt. Besonders energiesparend und umweltschonend reinigt die Maschine im Eco-Modus, der für geringe Verschmutzungen auf glatten Böden völlig ausreichend ist.

Die Scheuersaugmaschinen BR 55/40 RS und BD 50/40 RS arbeiten besonders wirtschaftlich auf Flächen von 700 bis 2.500 m². Die Batterieleistung ist ausreichend für etwa eineinhalb bis zwei Stunden Reinigungsfahrt. Wahlweise ist das Batterieladegerät bereits in die Maschine eingebaut, so dass sie an jeder beliebigen Steckdose aufgeladen werden kann. Das intelligente Reinigungskonzept „ECO!Cleaning“ wurde bereits in der Februar-Ausgabe von rationell reinigen + mop SCHWEIZ detailliert vorgestellt. In Amsterdam sahen wir eine Erweiterung des Produktprogramms. Für die Reinigung von Hartböden wie Linoleum oder Fliesen ist nun auch ein Reinigungswagen mit einem Sprüh-Mopp-System erhältlich. Für den Mopp liegen Auflagen im Wagen bereit, die mit der am Mopp angebrachten Sprühflasche befeuchtet werden. Das spart Zeit, da sie nicht gespült und ausgepresst werden müssen. Bei hartnäckigen Verschmutzungen kann mit der Sprühflasche mehr Flüssigkeit zugegeben werden. So wird nur die tatsächlich benötigte Menge des Reinigungsmittels verwendet und eine Überdosierung vermieden. Zudem ist die Reinigung hygienischer, da immer wieder mit einem sauberen Mopp gewischt wird. Nach einer Maschinenwäsche können die Auflagen vom Personal für die nächste Reinigung vorbereitet werden. Besonders interessant ist zudem die Softwareerweiterung. Sie erleichtert die Qualitätssicherung. Die webbasierte Software „ECO!Manager“ von Kärcher unterstützt jetzt das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2008. Mit ihrer Hilfe können Daten zur Kundenzufriedenheit detailliert ausgewertet und Verbesserungspotenziale frühzeitig erkannt und genutzt werden. Alle aufgenommenen Inforationen werden nach Ende der Arbeit per USB-Anschluss ausgelesen , über einen Computer an eine zentrale Basis gesendet, verwaltet und ausgewertet. Der „ECO!Manager“ lässt sich nicht nur für die Gebäudereinigung, sondern auch für die Dokumentation technischer Dienstleistungen wie der Wartung von Brandschutzeinrichtungen oder der Rundgänge von Sicherheitsdiensten nutzen. Deshalb kann die Software auch unabhängig vom Gebäudereinigungskonzept „ECO!Cleaning“ erworben und eingesetzt werden. Der „ECO!Manager“ ist bisher in den Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch verfügbar, weitere Sprachen folgen.

Regen Anklang fand wie bereits an der CMS in Berlin die Vakuumtechnik von Gregomatic. „Wir haben unsern Bekanntheitsgrad gesteigert“, erläuterte uns Geschäftsführer Kurt Schweizer, „das Interesse aus zahlreichen Ländern nimmt zu. Sie sehen, dass das Gregomatic-Vakuum-Waschsystem mehr ist als eine Maschine, die wäscht statt reinigt.“ Unter wirtschaftlichem Einsatz von Strom und Wasser wäscht das Gerät nämlich porentief, schonend und umweltgerecht und saugt das Schmutzwasser gleichzeitig ab: ein raffiniertes, aber unkompliziertes System – bedienerfreundlich, langlebig und enorm vielseitig.

Bei Gregomatic wird kaltes Leitungswasser aufgesprüht und durch Unterdruck verwirbelt. Es bindet und wäscht den Schmutz aus allen Poren – auch den unsichtbaren im Nanobereich. So wird jede Oberfläche, egal wie unregelmässig und porös, bis in eine Tiefe von 10 mm von jeder Verunreinigung befreit. Ein geschlossener Kreislauf mit separierten Frisch- und Schmutzwasserbehältern erleichtert die umweltgerechte Entsorgung des Schmutzwassers. Spezialisierte Vakuum-Waschaggregate tragen den verschiedensten Oberflächenstrukturen und Anwendungen Rechnung.

Das Gregomatic-Vakuum-Waschsystem hat einen sehr geringen Stromverbrauch. An Wasser werden ca. 30 l in der Stunde benötigt. Die Bedienung ist einfach und ermöglicht einer Person eine Arbeitsleistung von 40 bis 60 m² je Stunde an Wänden und Decken und von 200 bis 300 m² je Stunde auf Böden, je nach Verschmutzungsgrad. Bei entsprechender Schlauchlänge kann die Entfernung vom Apparat bis 80 m horizontal oder bis 20 m vertikal betragen, ohne dass der Druck nennenswert abfällt.

Auch Cleanfix hat mit dem einzigartigen Scheuer-Saug-Roboter erneut viele interessierte Messebesucher an den Stand gelockt. Verkaufsleiter Marc Preisig ist mehr als überzeugt vom Quantensprung in der Reinigung: „Zum ersten Mal steht ein Gerät zu einem erschwinglichen Preis zur Verfügung, das Hallen bis zu 1.200 m² Fläche automatisch reinigen kann. Einzigartig ist die Kombination aus niedrigem Preis und hoher Leistung. Hinzu kommt der ökologische Aspekt. Denn mit nur 25 l Reinigungsflüssigkeit lässt sich die erwähnte Hallenfläche reinigen.“ Bereits an der CMS wurde Cleanfix gerne besucht. Das Interesse ist sehr ausgeprägt.

Der Robo 40 ist mit einem Navigationssystem ausgerüstet und verfügt somit über „eigene Augen“ und ein „eigenes Gedächtnis“. Er fährt und reinigt die zu reinigende Fläche optimal und effizient ohne jegliche menschliche Hilfe.

Nur zehn Minuten Rüstzeit reichen aus, um eine Dreifachturnhalle zu reinigen. Dadurch wird eine enorme Zeit- und somit Kostenersparnis gegenüber einer konventionellen Reinigung mit Scheue-Saug-Maschinen erreicht. Durch den täglichen Einsatz erzielt der Robo 40 ein hervorragendes Reinigungsergebnis.

Die neuartige Batterietechnik reduziert den Ladevorgang auf drei Stunden. Der Robo 40 kann dadurch zweimal pro Tag eingesetzt werden. „Das Gerät ist eines der am weitesten entwickelten Reinigungssysteme. Es lässt sich einfach bedienen und ist weitaus ökonomischer als eine handgeführte Scheuer-Saug-Maschine“, doppelt Marc Preisig nach.

Der Reinigungsroboter reinigt mit einer Ladung (Batterie + Wasser) bis zu 1.200 m² automatisch. Die Reinigungseinheit besteht aus zwei konterrotierenden Zylinderbürsten und einem effizienten Absaugsystem. Der Robo 40 verfügt über acht Sonarsensoren. Sie „betrachten“ und „registrieren“ das Umfeld und leiten die Erkenntnisse an das Navigationssystem weiter. Mit diesen Informationen wird die zu reinigende Fläche durch die Software errechnet und festgelegt. In der Folge reinigt der Roboter die Fläche effizient, ohne jegliche menschliche Hilfe.

Ebenfalls mit Innovationen glänzte die Mosmatic AG. Der Toggenburger Hersteller produziert ausschliesslich in der Schweiz und fertigt in erster Linie qualitativ hochwertige Drehgelenke. Mosmatic ist seit über 30 Jahren erfolgreicher Hersteller von Komponenten für die internationale Autowaschindustrie und liefert die Produkte in über 50 Länder. Vor einigen Jahren entstand aus dem Bereich Autowäsche und dem Bereich Hochdrucktechnologie der dritte Zweig: die Flächenreinigung. Dabei handelt es sich um Zubehör für Hochdruckreiniger. Dies können Flächenreiniger, Rohrreiniger oder Rotationsköpfe sein. Eines haben diese Produkte jedoch immer gemeinsam: Sie werden höchsten Qualitätsansprüchen gerecht und wurden für den professionellen Einsatz entwickelt. Mosmatic ist heute der Hersteller mit dem grössten Sortiment an Flächenreinigern. Weit über 60 Modelle gehören zum Repertoire des Traditionsbetriebs. Zu den Highlights an der Messe zählte beispielsweise ein handlicher Graffitiwandreiniger, der mit Drücken bis 350 bar umgehen kann und der das Schmutzwasser direkt wieder absaugt. Die Umwelt wird sich dafür bedanken! Auch der Flächenreiniger mit Kaugummientferner-Düse und Absaugung fand regen Anklang. Die Geräte liessen sich am Mosmatic-Messestand bestaunen und der Einsatz wurde eindrücklich in einem Film gezeigt. Wem dies nicht genügte, konnte die Geräte im Aussenbereich bei einem Mosmatic-Händler live testen. Damit wurde deutlich: Für Sportanlagen, Schulhöfe, Bahnhofspassagen, Tiefgaragen, Parkplätze und viele weitere Anwendungen hält Mosmatic ein breites Sortiment an Lösungen bereit.

Diverse Aussteller präsentierten ihre Handtuchspender. Positiv aufgefallen ist die Angebotspalette des Familienbetriebs Hyprom. Die Kunststoff-Papierspender, auch durchsichtig oder metallisiert erhältlich, weisen eine pflegeleichte Oberfläche auf und sind durchdacht in Form und Funktion. Ohne den Spender zu berühren, wird automatisch ein voll entfaltetes Handtuch ausgegeben. Da der Benutzer nur das saubere Handtuch abreisst und somit mit dem Spender nicht in Berührung kommt, ist für optimale Hygiene gesorgt. Dieses Prädikat gilt auch für die optimale Wirtschaftlichkeit. Nur ein einziges Handtuch kann pro Bedienung entnommen werden. Ein neues Handtuch erscheint erst nach Abriss des ersten. Im Vergleich zu Falzhandtüchern wird dadurch der Verbrauch um mindestens 30 Prozent reduziert. Die Wartung ist einfach. Mit einem Handgriff erfolgt das schnelle Einsetzen der Papierrolle.

Ebenfalls berührungslos funktioniert der Schaumseifenspender. Die luftdichte Verpackung mit der aufsetzbaren Schaumpumpe gewährleistet, dass die Seife weder mit dem Spender noch mit der Luft in Berührung kommt und schliesst somit eine Verkeimungsgefahr aus. Die 400-ml-Packung dosiert 1.000 Schaumportionen. Die Packung schrumpft zusammen und entleert sich vollständig. Die Schaumpumpe kann für die nächste Packung wieder verwendet werden. Die Seifenpackung kann in Sekundenschnelle ausgewechselt werden. Ein Verschütten ist unmöglich. Die leere Verpackung wird mit dem normalen Müll entsorgt.

Innovativ wirkt schliesslich der programmierbare Duftspender von Hyprom. Seine Duftstoffe sind aus natürlichen Frucht- und Pflanzenessenzen hergestellt. Im Gegensatz zu Duftsprays enthalten Smart’Air-Duftstoffe keine Treibgase. Der Spender kann gemäss spezifischen Bedürfnissen programmiert werden, z.B. im Bürobereich von 8.00 bis 18.00 Uhr und von Montag bis Freitag. Der vom Ventilator erzeugte Luftstrom gewährleistet eine konstante und gleichmässige Verbreitung des Duftstoffs während rund zwei Monaten.

Auf Stoffrollen-Handtrocknung setzt der Clean Forest Club der RVR Service AG in Muttenz. CEO Armand Rudolf von Rohr sieht bei der aktuellen Klimabedrohung rot, als knappste Ressource sieht er in Übereinstimmung mit namhaften Wissenschaftlern nicht das Öl, nicht das Gas und auch nicht das Uran. „Es ist die Zeit, die wir noch haben, um unsere Verhaltensweise den Anforderungen und Grenzen unserer Umwelt anzupassen. Zwischen den Jahren 2000 und 2050 können wir die Atmosphäre höchstens noch mit weiteren 1.000 t Kohlendioxid belasten. Damit das Überlebensrecht von Nationen, Kulturen und Ökosystemen gewahrt bleibt, muss die Klimaerwärmung unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Temperaturen bleiben.“ Deshalb soll etwas Konkretes geschehen. Der Clean Forest Club pflanzt deshalb für jedes 100. Waschen einer Baumwoll-Handtuchrolle einen Baum und setzt damit ein Zeichen gegen die weltweiten Waldrodungen. Zurzeit werden die Bäume in vier Lehrwäldern in der Schweiz und in Israel gepflanzt. In den nächsten fünf Jahren sind weitere 26 Klimaparks geplant.

Eine starke Reduktion von Reinigungschemikalien bewirkt das Activeion-Konzept. Auch an diesem Stand strahlte den Besuchern Optimismus entgegen. Das in Baden domizilierte Unternehmen ist die europäische Niederlassung der Activeion Cleaning Solutions LLC aus Rogers im Bundesstaat Minnesota (USA). Activeion (Europe) GmbH vertreibt den Ionisierer EXP in ganz Europa, Nahost und Afrika. Activeions Ionisierer sind handbetriebene Reinigungsgeräte, die Leitungswasser bei Bedarf aktivieren und ganz ohne chemische Zusatzstoffe in ionisiertes Wasser verwandeln. Das Produkt ist ein leistungsstarker Schmutzentferner mit bakterientötender Wirkung.

Der Ionisierer EXP ist nur unwesentlich grösser als eine Sprühflasche und eignet sich zur Anwendung auf fast allen Oberflächen; darunter Glas, Edelstahl, Holz, Teppich, Naturstein, Marmor und Bekleidung. In der Praxis ersetzt das Produkt zahlreiche chemische Mehrzweckreinigungsmittel, die normalerweise zur Reinigung derartiger Oberflächen eingesetzt werden. Testergebnisse aus unabhängigen Laboruntersuchungen bestätigen, dass der Ionisierer EXP bei korrekter Anwendung 99,9 Prozent aller herkömmlichen schädlichen Bakterien wie beispielsweise E.Coli, E.Coli 0157:H7, VRE, Pseudomonas, Salmonellen, Staphylokokken, MRSA, Listerien sowie den Influenza-A-Virus H1N1 des Jahres 2009 innerhalb von nur sechs Sekunden abtötet. Mit dem Ionisierer EXP können professionelle Reinigungskräfte überall auf der Welt Zeit sparen, Kosten senken und gleichzeitig Menschen und Umwelt schützen.

„Da umweltfreundliche Produkte in Europa immer mehr im Mittelpunkt stehen, sind wir sehr erfreut, dieses Reinigungsprodukt ohne chemische Zusatzstoffe zu vermarkten. Dabei leisten wir einen Beitrag, die europäische Bevölkerung bei der Reduzierung ihres CO2-Fussabducks zu unterstützen“, erklärte Andre G. Krell, Geschäftsführer der Activeion (Europe) GmbH.

Freudestrahlend wurde das Redaktionsteam von einem „alten“ Bekannten, Christian Badertscher begrüsst. Seine Firma, die P. Badertscher AG, ist einer der erfahrensten Hersteller von textilen Reinigungsprodukten. Die Fachleute verarbeiten eine grosse Vielfalt von Geweben, Wirk- und Strickwaren sowie Garnen für die Reinigungsindustrie. Service nach Mass ist Trumpf. Dazu der Firmenchef: „Wir finden für unsere Kunden das richtige Material (Mikrofaser, Aktivfaser, BW/PES-Mischungen oder verschiedene Kombinationen) und produzieren nach speziellen Vorstellungen und Wünschen. Wir entwickeln neue Ideen und Konstruktionen und fertigen kundenspezifische Produkte oder ganze Systeme. Unsere Kunden profitieren von der Herstellung ihrer eigenen Private Labels nach ihren Vorgaben und Qualitätsnormen.“

Besonders aktuell sind die mikroaktiven Mopps und Tücher für den Bereich der Reinraumreinigung „Cleanroom Cleaning Tools“: Bodentücher für Einweg- oder Mehrwegreinigungen, Mopps oder Mikrofasertücher. Die Mikrofasermopps und -tücher sind bewährt im dauerhaften Einsatz in industriellen Reinigungssystemen wie z.B. geschlossenen Systemkreisläufen (vorgefeuchtete Mopps direkt aus der Waschmaschine). Die Bakterienentwicklung und damit die Geruchsentwicklung werden stark gehemmt. Durch ein patentiertes Verfahren (ursprünglich für Sporttextilien entwickelt) wird der antimikrobielle Wirkstoff fest in der Faser verankert.

Stolz präsentierte Christian Badertscher die „Flexba Klettmaus“, das neue, innovative Handreinigungssystem. Dank wechselbaren Moppeinsätzen ist die „Flexba Klettmaus“ für sämtliche Oberflächen geeignet, sowohl für Trocken- wie auch für Feuchtreinigungen. Dank des Klettsystems sind die Minimopps schnell gewechselt, der weiche Griff verhindert Beschädigungen und Kratzer am Objekt und die ergonomische Form ermöglicht einen fein dosierbaren Druck. Fünf verschiedene Minimopps bringen jeden Schmutz schonend zum Verschwinden.

Massgeschneiderte Lösungen waren bei den Schweizer Ausstellern stark vertreten. Als zweiten Evergreen möchte man Pramol bezeichnen. Niklaus Köppel, dipl. Chemiker HTL, Entwicklungschemiker, zeigte dem Redaktionsteam die breite Palette von Reinigungs- und Pflegemitteln für Gebäudeunterhalt und Industrie, von gewerblichen Geschirrspülmitteln und das Textilreinigungsprogramm. Seit Jahrzehnten bekannte Stärken von Pramol sind die kundenorientierte Produktgestaltung dank Mitbestimmung der Händler bei der Gestaltung neuer Produkte und die Flexibilität in der Produktion und Konfektionierung. Es werden auch kleinere Chargen von Spezialprodukten hergestellt.

„Mit ,Rapidon 6‘ tanken sie so schnell, einfach und bequem wie noch nie! Dank des Dosierknopfs lässt sich der Benzinfluss in drei Schritten genau steuern: Entsichern durch Ausklappen, Knopf drücken und kontrolliertes Tanken sowie Schliessen durch Einklappen. Fertig! Es gibt kein Überlaufen, kein mühsames Hantieren, alles ist einfach und sauber.“ Routinier Ernst Brun (Verkaufsleiter) lobte die wichtigste Neuheit im Birchmeier-Programm. Wir machten den Test. Er hat Recht.

Neu im Programm ist auch das Handsprühgerät „Melua“ für Orchideen. Der Hochdrucksprühkopf mit Nebeldüse aus Messing zerstäubt Wasser in mikrofeine Tröpfchen. „Melua“ kann in jeder Lage, auch über Kopf oder im 90-Grad-Winkel sprühen.

Innovativ präsentiert sich der „Aquamix 1.25“ – Düngen und Giessen auf einen Streich. So einfach kann Giessen und Düngen sein: Flüssigdünger einfüllen, Schlauch mit praktischer Steckverbindung anschliessen, Hahn ganz aufdrehen und los geht’s – das lästige Giesskannentragen entfällt. Wertvoll ist auch die vierte Neuheit: „Foxy Plus“ und „McProper Plus“ ermöglichen ein Sprühen in jeder Position.

Variabel ist das Stichwort bei „Vario-Matic 1P“. Das Gerät arbeitet mit Wasserdruck und hat eine robuste Sprühpistole mit einer Schnellkupplung aus vernickeltem Messing und einem eingebauten Rückschlagventil. Mit dem Einstellrad am Chemiebehälter können sechs Mischstufen gewählt werden: 0,8 Prozent, 1,5 Prozent, drei Prozent, fünf Prozent, zehn Prozent plus die neutrale Stellung „Aus“. Einsatzgebiete sind die Reinigung bzw. Desinfektion mit Entfettungsmitteln, Entkalkern, Desinfektionsmitteln, sauren und alkalischen Reinigern und Seife.

Interessant sind schliesslich folgende Zahlen zu Birchmeier: Die Firma bewirtschaftet 200 bis 300 verschiedene Produkte, die aus 3.000 bis 4.000 verschiedenen Einzelteilen hergestellt werden. Einen Teil dieser Produkte fertigen die 50 Mitarbeiter in Stetten selbst, die anderen stammen von Zulieferern, typischerweise aus der Schweiz oder dem nahen Ausland. Birchmeier-Produkte werden in 40 Länder weltweit exportiert.

Dr. Hans Balmer | mopSchweiz@rationell-reinigen.ch


 
 
Edles Design, klare Formen und pflegeleichte Materialien sind die Attribute des berührungslosen Papierspenders von Hyprom.
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