Das waren noch Zeiten, als die Waschfrauen die Wäsche an einem fliessenden Gewässer mit Waschbrettern wuschen. Was früher mühsam von Hand getan wurde, geschieht heute in den Waschtrommeln. Eines ist allerdings geblieben: Gewaschen wurde und wird mit Wasser. Wer es sich leisten konnte, verwendete früher für empfindliche Wäschestücke Kern- oder Schmierseife. Da Seife aber recht teuer war, wurde vorrangig mit Soda gewaschen, was die Hände der Wäscherin allerdings stark auslaugte. Heute sind es angereicherte Waschmittel, die allen Wünschen an saubere und hygienisch einwandfreie Wäsche gerecht werden.
Die erste Waschmaschine wurde noch von Hand betrieben und funktionierte nach dem Prinzip einer Buttermaschine: Hölzernes Drehkreuz im Bottich für die Wäsche, die – wenn es Kochwäsche war – im brühend heissen Waschwasser hin- und herbewegt wurde. Dies geschah meist in der Waschküche: ein dampfiger, feuchtwarmer, unangenehmer Ort.
Schmutzige Wäsche ist ein zeitloses Phänomen – auch in seiner Doppeldeutigkeit. Klar, dass sich früher die Waschfrauen viel zu erzählen hatten. Jede kam aus einem anderen Haushalt. Was da im wahrsten Sinne des Wortes an schmutziger Wäsche gewaschen und gleichzeitig über deren Besitzer geredet wurde, führte wohl zur übertragenen Bedeutung von „schmutzige Wäsche waschen“, sprich sich über die Unarten, Fehler und Schwächen anderer zu unterhalten.
Die Anforderungen an saubere und hygienisch einwandfreie Wäsche sind bis heute allerdings massiv gestiegen, das wissen die Hersteller von Waschmaschinen. Heikle Textilien steigern die Ansprüche zusätzlich und auch der Komfort nimmt zu. Als führender Wäschereimaschinenanbieter in der Schweiz für Gewerbe und Industrie kennt Schulthess die hohen Vorgaben, denen die Geräte täglich unter härtesten Bedingungen gerecht werden müssen: Kennzeichnend sind grosse Wäschevolumen, hohe Auslastungen und 24-Stunden-Betriebe sowie strenge Hygiene- und Desinfektionsverfahren. Die jahrzehntelange Erfahrung hilft Schulthess dabei, immer wieder von Neuem innovative Programme und zukunftsweisende Verfahren zu entwickeln. Da sind brachiale Bottiche und „Waschweiber“ längst in Vergessenheit geraten.
Bedienungsfreundlich und sprachbegabt
Die neuen Schulthess-Waschgeräte überzeugen durch ihre intuitive Benutzerführung und die zahlreichen hilfreichen Details wie die grosszügigen Türen mit dem weiten Öffnungswinkel und das selbsterklärende, übersichtliche Display. Mit der PC-Schnittstelle und den dazugehörigen Programmerweiterungsmöglichkeiten sind die Waschmaschinen auch für zukünftige Herausforderungen gerüstet und können individuell angepasst werden. Die Modelle drücken sich zudem in bis zu 20 Sprachen aus. Dieser Bedienerkomfort unterstreicht die internationale Ausrichtung des Schweizer Waschgeräteherstellers.
Das Thema Ökologie wird bei Schulthess grossgeschrieben – eigentlich ein Muss in jedem modernen Unternehmen von heute. Die Geräte sind überaus sparsam im Verbrauch von Strom, Wasser und Waschmitteln. Das Unternehmen ist zudem nach Umweltmanagement ISO 14001 zertifiziert und Mitglied beim Programm der Energie-Agentur der Wirtschaft für freiwillige aktive CO2-Reduktion. Die Geräte nehmen also nicht erst in der Anwendung Rücksicht auf die Umwelt, sondern werden bereits nach ökologischen Kriterien gefertigt.
Alters- und Pflegeheime, Gastronomiebetriebe und Hotels sind punkto Textilpflege stärker denn je darauf angewiesen, die tagtäglich anfallenden Mengen an schmutziger Wäsche schonend und ökologisch reinigen zu können. Die Rahmenbedingungen sind anspruchsvoll: Innerhalb kürzester Zeit müssen grosse Wäschevolumen kostengünstig, energieeffizient und gleichzeitig einwandfrei gereinigt und gebügelt werden.
Wet-Clean – all in one
Schulthess bietet zukunftsweisende Gesamtlösungen fürs Waschen, Trocknen und Nassreinigen. Das Unternehmen ist seit Beginn federführend in der Entwicklung von Wet-Clean-Programmen für sensitive Textilien: In Zusammenarbeit mit namhaften Waschmittelherstellern, welche die Verfahren in ihren Labors prüfen, werden die Technologien und Anwendungen ständig optimiert.
Das Prinzip basiert auf einem Nassreinigungsverfahren, welches speziell auf moderne und empfindliche Textilien zugeschnitten ist, die auch eine erhöhte Anforderung an Hygiene, Qualität und Werterhaltung stellen. Im kombinierten Einsatz mit umweltfreundlicher Flüssigwasch- und Hilfsmitteln – anstelle von umweltbelastenden Lösungsmitteln – stellt Wasser einen optimalen Schmutzlöser dar. Viele Verschmutzungen wie Blut und Eiweiss sind wasserlöslich. Entsprechend werden Textilien sauber und schonend gepflegt, wenig zerknittert und strahlen hygienische Frische aus. Dieses Verfahren ist auf allen Schulthess-Gewerbewaschmaschinen ab 8 kg und den Gewerbetrocknern ab 10 kg möglich.
Nach dem „Sinner’schen Waschkreis“ sind für den Reinigungsvorgang die vier Faktoren Temperatur, Mechanik, Zeit und Chemie massgeblich. Wird der Einsatz eines Faktors reduziert, kann dieser bis zu einem bestimmten Punkt durch die anderen Faktoren substituiert werden. Bei den ersten drei Faktoren handelt es sich um begrenzte Potenziale, deren erhebliche Erhöhung nicht möglich oder nicht gewünscht ist.
Somit bleibt die Chemie, also der Einsatz von Waschmitteln, als regulierender Faktor. Waschmittel bestehen aus einer Vielzahl von Inhaltsstoffen, die genau aufeinander abgestimmt sind. Die genauen Rezepturen der Produkte werden von den Waschmittelherstellern nicht veröffentlicht, müssen jedoch beim Umweltbundesamt hinterlegt werden. Wet-Clean basiert auf dieser Grundlage und verringert den Einsatz von Chemie merklich.
Folgende Textilien lassen sich „Wet-Cleanern“:
• Oberbekleidung – wie Mäntel, Hosen, Vestons, Brautkleider oder feine Pullover,
• Sport- und Regenbekleidung – wie Daunenjacken, Skianzüge, Gore-Tex oder Sympatex,
• Oberbetten – wie Wolldecken, Duvets, Steppdecken,
• Uniformen und Schutzanzüge (Feuerwehrbekleidung),
• Problemwäsche aus Spitälern, Alters- und Pflegeheimen.
Textildesinfektion ohne kochendes Wasser
Um den Hygieneverantwortlichen von Wäschereibetrieben Sicherheit zu bieten, hat Schulthess mittels aufwändiger Laboruntersuchungen die Temperatursteuerung der Wäschereimaschinen weiterentwickelt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse wurden von den Softwareentwicklern und Verfahrenstechnikern bei der Entwicklung der neuen Desinfektionsprogramme berücksichtigt und umgesetzt. Die neuen Programme bieten, in Kombination mit den RKI- und VAH-gelisteten Waschmitteln, Sicherheit und Gewähr für hygienisch saubere und keimfreie Wäsche.
Wo früher nur kochend heisses Wasser Bakterien und Keimen den Garaus machte, gibt es heute Desinfektionsprogramme, die auf kein siedendes Wasser mehr angewiesen sind. Waschsensible Textilien wie Oberbekleidung oder Wollartikel können ab einer Behandlungstemperatur von 40 °C und einer Einwirkungsdauer von lediglich 20 Minuten auf sichere Art desinfizierend gepflegt werden. Die Desinfektionsprogramme, mit welchen sämtliche Waschmaschinen der Typen „topLine“, „proLine“ und „industrial“ ausgerüstet sind, wirken gegen Krankheitserreger und Allergieauslöser wie Hausstaubmilben, Katzenallergene, Gräserpollen, Kolibakterien und Nagelpilze dank präziser Temperaturführung mit ausgedehnten Temperaturhaltezeiten im Waschen und intensiver Spülgänge mit erhöhtem Wasserstand.
Die Wirksamkeit der Programme wurde durch das wfk-Institut für Angewandte Forschung mit Sitz in Krefeld (Deutschland) getestet und bestätigt. Alle thermisch und chemothermisch desinfizierenden Waschverfahren in den Waschmaschinen (8 bis 30 kg) entsprechen den Richtlinien des Verbunds für Angewandte Hygiene und des Robert Koch-Instituts.
Es ist erfreulich zu sehen, wie in der heutigen Zeit ein grosser Aufwand betrieben wird, um möglichst umweltschonend zu waschen. So verfügen „topLine“-Waschmaschinen neuerdings auch über eine 20-°C-Spartaste. Denn mit Niedrigtemperatur können bis zu 87 Prozent Strom gespart werden.
Moppreinigung leicht gemacht
Die beiden „topLine“-Modelle 7620 und 8120 wurden speziell zum Reinigen von Mopps gebaut, sind langlebig und zuverlässig und bieten Gebäudereinigern eine Vielzahl an Vorteilen. Das Trommelvolumen umfasst 56 respektive 66 l und ist geeignet für 30 bis 35 Baumwollmopps (40 mm) oder sechs bis acht grosse Petscheiben. Die Geräte sind besonders solide und strapazierfähig in Dauerbetrieb. Sie wurden für 10.000 Moppwaschgänge konzipiert und getestet. Der Wasserverbrauch wird mit diesen Geräten um zehn Prozent und der Energieverbrauch um fünf Prozent gesenkt. Zudem sparen 1.500 Schleudertouren weitere fünf Prozent an Zeit und Energie beim Trocknen.
Die Maschinen verfügen über zehn „ProfiClean“-Programme für den Gebäudereiniger:
• Mopps 60 °C,
• Moppchemo-/-thermodesinfektion 40/60/70 °C,
• Moppthermodesinfektion 85 °C,
• Reinigungstücher (Mikrofaser) 60 °C,
• Petscheiben 30 °C,
• Polierscheiben 60 °C,
• Vorhänge 40 °C,
• Autoclean 70 °C.
Gerade das Autoclean-Programm ist ein willkommener Mehrwert in der Reinigungsbranche. Das 70-°C-Maschinen-Selbstreinigungsprogramm reinigt Heizstäbe, Trommel, Bottich und Abläufe und befreit die Waschmaschine gründlich von Flusen, Bakterien, Keimen und lästigen Gerüchen. Diese Funktion gewährt eine längere Lebensdauer der Geräte, Kosteneinsparungen beim Service und reduziert Stillstandzeiten und Pannen auf ein Minimum. Die Waschtrommel ist in 25 Minuten einwandfrei sauber.
Eine grosse Arbeitserleichterung bietet die Endzeitvorwahl. Wie würden die „Waschfrauen“ von damals wohl staunen, wenn sie bereits von dieser Funktion geahnt hätten. Denn der Start des Waschgangs kann bis zu 100 Stunden im Voraus festgelegt werden. So lassen sich Mopps über Nacht oder gar übers Wochenende fertig zum Arbeiten aufbereiten.
Es ist erstaunlich, wie sich Wasser- und Stromverbrauch beim Waschen in den letzten 35 Jahren entwickelt haben. 1975 benötigten herkömmliche Waschmaschinen 54 l Wasser pro Kilogramm Wäsche und 0,9 kWh je Kilogramm. Heute sind es gerade mal noch 8,8 l Wasser pro Kilogramm Wäsche und 0,18 kWh je Kilogramm. Dieser Quantensprung an Ersparnissen erfreut nicht nur das eigene Portemonnaie, sondern auch Mutter Erde.
Elisabeth Meyer | mopSchweiz@rationell-reinigen.ch