Aktuelles Heft 01/2012

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Lünendonk-Studie 2009: „Einkauf von Facility Management Services“

Heft 5/2009
 
 
Lünendonk-Studie 2009: „Einkauf von Facility Management Services“
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Bild: Lünendonk

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für Facility-Management-Unternehmen besteht darin, auf die so genannte „Preferred Supplier List“ die Liste bevorzugter Unternehmen der Kunden zu gelangen. Wie wählen und bewerten Anwenderunternehmen aber die Leistungen von FM-Unternehmen? Mit mannigfaltigen Auswahlverfahren und einer guten Vorbereitung selektieren diese den passenden Dienstleister. „Signifikant dabei ist, dass Anwenderunternehmen, die auf eine ,Preferred Supplier List‘ setzen, auch zu 87,5 Prozent eine professionelle FM-Strategie verfolgen“, so Jörg Hossenfelder, Geschäftsführer der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, Deutschland. Dies ist ein Resultat der zum ersten Mal erhobenen Studie „Einkauf von Facility Management Services“ des deutschen Marktforschungsunternehmens Lünendonk.

In der Studie wird deutlich, dass „Preferred Supplier“ einen enormen Vorteil für sich verbuchen können. Zurückzuführen ist eine Erwähnung auf einer unternehmenseigenen Liste vor allem auf gute Qualität der Dienstleistung, effektive Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Kunden sowie eine stets zufriedenstellende Erfüllung des Vertrags. 28,1 Prozent der Befragten besitzen und pflegen eine solche Aufstellung. 9,4 Prozent führen keine „Preferred Supplier List“, bereiten diese indes vor. 62,5 Prozent gaben an, eine solche Liste nicht zu haben und mittelfristig auch nicht einzuführen. Dadurch wird deutlich, dass eine Listenaufnahme für die FM-Unternehmen an Bedeutung gewinnt. Im Durchschnitt sind 24,7 FM-Unternehmen auf einer „Preferred Supplier List“ vertreten. Im Verhältnis zur Unternehmensgrösse wird deutlich, dass vor allem in Grossunternehmen eine derartige Aufstellung vorhanden ist.

Zwei Drittel der Kundenunternehmen besetzen die „Preferred Supplier List“ durch einen Pitch. Gute Referenzen und Lieferantenbewertungen setzen vier von acht Anwendern voraus. Für drei Anwenderunternehmen zählen Perspektiven im Rahmen der Zusammenarbeit. Schlechter Service und unzufriedene Kunden führen schnell zum Delisting. Sechs der acht befragten Kunden gaben schlechte Leistungen und mangelnde Qualität als Grund dafür an. Vertragsverletzungen und Verstösse gegen die Integrität führten bei vier zum Verlust des Listenplatzes. Aber auch unangemessene Preise können bei immerhin zwei der befragten Firmen zum Delisting führen.

Der Beschaffungsprozess und die Auswahl eines FM-Unternehmens sind von Anwender zu Anwender verschieden. In der Studie werden die acht gängigsten Modelle beschrieben. Um einen Auftrag zu vergeben, bedarf es einer Dauer von durchschnittlich 13,9 Wochen. Das beinhaltet den kompletten Prozess von der Bedarfsmessung über die Auswahl bis hin zur Vertragsvergabe. Zurückzuführen ist die Länge des Zeitraums auf die Komplexität der Ausschreibung (52,4 Prozent). „Der Ausschreibungszyklus liegt bei rund 3,2 Jahren“, so Hossenfelder. „Im Durchschnitt werden 12,7 Anbieter von Kunden pro Projekt angefragt.“

Weitere Informationen: www.luenendonk.de.