Aktuelles Heft 5/2012

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ASSA: Gutes tun mit Geschmack

Kims „Neuer Wind“ mit an Bord

Heft 8/2010
 
 
Kims „Neuer Wind“ mit an Bord
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Dr. Roland Singer unterstützt gemeinsam mit Starköchin Kim die Jugend und deren Integration.
Bild: Assa

Kaum ein anderer Berufszweig beschäftigt so viele Zuwanderer wie die Gebäudereinigung, die daher umgekehrt wiederum von zugewanderten Arbeitskräften abhängig ist, da kaum inländisches Personal für Reinigungsarbeiten zu rekrutieren ist. Bei ASSA hat man sich daher entschlossen, den „ASSA Sozialfonds“, der schon seit einigen Jahren besteht, vorwiegend für Integrationsprojekte in Österreich zu verwenden. Auf der Suche nach förderungswürdigen Projekten führte der Zufall Regie – und ASSA und Kim zusammen. Die bekannte Haubenköchin Kim von „Kim kocht“ hat mit ihrem neuen Delikatessen-Shop & Studio am Naschmarkt auch ein soziales Integrationsprojekt ins Leben gerufen. Unter dem Namen „Neuer Wind“ sollen bis zu zehn, eventuell sogar mehr, Teenager der zweiten Generation von Zuwanderern ein Stipendium für ein Studium ihrer Wahl erhalten. Bewerben können sich 15-Jährige, die zwei Sprachen perfekt (in Wort und Schrift) beherrschen (Deutsch und ihre jeweilige Muttersprache), aus finanziell schlechter gestelltem Elternhaus stammen und einen gewissen Notendurchschnitt aufweisen. „Ich möchte besonders fleißige Jugendliche unterstützen“, unterstreicht Kim. Sie selbst hat im Leben immer kämpfen müssen. Aus Korea war sie vor 26 Jahren alleine nach Wien gekommen und hat ein mehr als respektables Unternehmen aufgebaut.

Kein Kochzwang: Verpflichtend für ihre Stipendiaten, die von einer Jury ausgewählt werden, in der auch Dr. Singer von der ASSA Gruppe mitwirken wird, ist das Verfassen von Texten zu verschiedenen Themen auf Deutsch und in ihrer zweiten Sprache auf der Internetseite von Kims Sozialverein „Neuer Wind“. Eine Kochausbildung sei aber keine Voraussetzung, betonte Kim: Auch Jugendliche mit dem Wunsch, eine gänzlich andere Richtung einzuschlagen, können sich bewerben. Es geht Kim und der ASSA darum, den Menschen mit zwei Kulturen zu zeigen, wie wertvoll dieses Erbe sei.

„Neuer Wind“ ist gelebtes soziales Engagement. Ein Viertel des Umsatzes will Kim in dieses Projekt investieren und ASSA hat bereits zugesagt, auch in den kommenden Jahren finanziell und aktiv dieses Projekt zu unterstützen. Dieses Projekt halten die Initiatoren für ganz besonderes förderwürdig, denn die erste Generation von zugewanderten Familien erlebt bei uns mit viel Fleiß und Ehrgeiz meist eine gewisse Verbesserung im Vergleich zu den Verhältnissen im Heimatland, welches üblicherweise nicht freiwillig verlassen wurde. Die zweite Generation erlebt diesen Wohlstand aber meist nur bei anderen (quasi als Zuschauer) und zählt, häufig benachteiligt, zu den Ärmsten im Land. Sie haben darüber hinaus mit echter Entwurzelung zu kämpfen, da sie in den Herkunftsländern der Eltern nicht als Zugehörige gelten, in ihrem Geburtsland Österreich aber als Ausländer. Genau dieser Gruppe soll mit „Neuer Wind“ geholfen werden. Mit einer profunden Ausbildung wird das für das ganze weitere Leben der Jugendlichen wohl am besten gelingen! Frustration, Aggression und im Extremfall Fanatismus, wozu meist Nachkommen der dritten Generation von Zuwanderern abdriften können, sollen so durch gute Integration und positive Zukunftsperspektiven vermieden werden. Somit ist es das Ziel, durch einen guten Start ins Berufsleben den Grundstein für eine wirkliche Verbesserung der Lebenssituationen zu legen.

ASSA | thomas.mayrhofer@rationell-reinigen.at