Aktuelles Heft 5/2012

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Auf der Lenzerheide stimmt die Qualität der Hotel- und Gästewäsche

Hotel „Valbella Inn“ setzt aufs Inhousewaschen

Heft 9/2010
 
 
Hotel „Valbella Inn“ setzt aufs Inhousewaschen
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Judith Jillich, stellvertretende Gouvernante im Hotel „Valbella Inn“: „Wir können es uns nicht erlauben, dass die ganze weisse Bettwäsche wegen einer Unachtsamkeit, die in der Hektik schon mal vorkommen kann, verfärbt wird.“
Bild: zVg

Unabhängigkeit, Schnelligkeit und schonendes Waschen sind nur einige Faktoren, warum Hotels, Restaurants, Heime und Gewerbebetriebe gerne ihre Wäsche selber waschen. Qualität, Kontrolle über die Wäsche und das Schaffen interessanter Arbeitsplätze sind die drei wichtigsten Kriterien, die im Vier-Sterne-Supérieur-Hotel „Valbella Inn“ in Valbella auf der Lenzerheide zum Entscheid einer eigenen Lingerie geführt haben. Judith Jillich, stellvertretende Gouvernante und Ehefrau des Küchenchefs, gewährt uns einen Einblick hinter die Kulissen.


„Hinauf in die frische Bergwelt reisen – und ein Stück Zuhause finden.“ Diese Aussage bringt es auf den Punkt: Das Vierstern-Supérieur-Hotel „Valbella Inn“ auf der Lenzerheide steht für Komfort und familiäre Gastfreundschaft. Vor der einzigartigen Bündner Bergkulisse sorgt die Gastgeberfamilie Ramona und Thomas Vogt für das Wohlbefinden ihrer Gäste.

Auf der Anhöhe des Hochtals von Lenzerheide gelegen, bietet das „Valbella Inn“ einen weiten Blick gegen Süden, über die Tannenwipfel Richtung Heidsee, der im Sommer funkelndes Fischerparadies, im Winter natürliche Eisbahn ist. Zur linken Seite stösst das Alpenmassiv mit dem markanten Rothorn in den Himmel. Die sanftere Silhouette zeichnen auf der rechten Seite der Piz Scalottas und das Stätzerhorn.

Das Hotel „Valbella Inn“ gehört der Vier-Sterne-Supérieur-Klasse an und verfügt über 120 Betten in Studios und Doppelzimmern sowie Maisonettes und Suiten. Das Restaurant „La Marmite“ hat 150 Sitzplätze, auf der Sonnenterrasse können sich 70 Personen in Stühlen zurücklehnen. Im Pavillon finden Gesellschaften mit bis 300 Personen Platz. Das Sport- und Ferienhotel bietet einen Zwei-Saison-Betrieb an, für dessen reibungslosen Ablauf rund 60 Angestellte sorgen. Mit dem Zimmerschlüssel im „Valbella Inn“ öffnet sich die Tür zu einem angenehmen, komfortablen und ungezwungenen Aufenthalt. Die grosszügige Hotelanlage mit ihren zahlreichen Sport- und Entspannungsangeboten erfüllt alle individuellen Bedürfnisse. Für Gaumenfreuden sorgt die marktfrische Küche mit ihren raffinierten Kreationen.

Inhousewaschen von A bis Z

Damit alle Gäste zufrieden sind, ist auch der Wäscheservice ein wichtiges Kriterium. Gilt doch reine Wäsche als Visitenkarte eines jeden Hotels. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich die Gastgeberfamilie des „Valbella Inn“ mit dem Thema eingehend auseinander gesetzt hat. Bereits von 1976 bis ins Jahr 2005 hat das Hotel seine Schmutzwäsche und diejenige seiner Gäste selber gewaschen, allerdings waren die Ansprüche zu dieser Zeit noch bedeutend geringer. Im Jahr 2005 wurde jedoch die Anschaffung einer grossen Mangel – heisse Walze, quasi ein überproportionales Bügeleisen – unausweichlich. Das Gastgeberehepaar hat Lösungen und Kosten eingehend geprüft und ist zum Schluss gekommen, dass es einfacher und vor allem weniger kostenintensiv ist, das Mangeln von Bett- und Tischwäsche auszulagern. Die Rechnung ging nicht lange auf. Zu Beginn dieses Jahres besuchte Robert Kocher der Schulthess Maschinen AG die Gastgeberfamilie des „Valbella Inn“ und überraschte Ramona Vogt mit einer Kostenübersicht, die ganz klar für das Inhousemangeln sprach. „Insbesondere die Tatsache, dass eine komplette Inhousewäscherei die Kontrolle über die Wäsche gewährleistet, hat meine Chefin überzeugt“, erzählt Judith Jillich. Die stellvertretende Gouvernante ist mit dem Waschprozess vertraut und kennt die Vorteile einer eigenen Lingerie. „Nebst der Qualität ist die Tatsache, dass wir dadurch interessante Vollzeitstellen geschaffen haben, nicht weniger wichtig.“ Judith Jillich weiss, wovon sie spricht. „Auch wenn die Personalkosten steigen, die Qualität stimmt, was uns auch unsere Gäste bestätigen. Zudem ersparen wir uns Ärger und Zeit mit dem externen Waschen.“

Während ihr Mann, der leidenschaftliche Fischer, seinen Fang über dem Feuer in wahre Delikatessen verwandelt und seine Gäste mit kulinarischen Leckerbissen oder auch einer währschaften Bündner Gerstensuppe verwöhnt, kümmert sich die engagierte Judith Jillich um das Housekeeping und die Erweiterung des Hotels. Sie macht ihre Sache überaus gut. Denn in einem Hotel mit 120 Betten kommt schon eine beachtliche Wäsche zusammen: Bett-, Frottier- und Gästewäsche, Personaluniformen, Reinigungsutensilien und Schwimmbadwäsche. Während der Wintermonate ist das Hotel ständig ausgebucht, im Sommer kann es schon mal laue Tage geben. „Ganz klar, dass wir im Sommer punkto Belegung sehr flexibel sein müssen. Hier spielt auch das Wetter eine grosse Rolle. Wir arbeiten im Sommer oft mit kleineren und grösseren Gruppen zusammen. Im Winter sind es vorwiegend Individualgäste, die unser Hotel geniessen“, erläutert die stellvertretende Gouvernante.

„Jedes Departement bringt die schmutzige Wäsche selber in den grossen Wäscheraum und sortiert sie vor. Bevor die Maschinen gefüllt werden, kontrolliert das Housekeeping die vorsortierte Wäsche gründlich und behandelt Flecken vor“, erklärt Judith Jillich. „Wir können es uns nicht erlauben, dass die ganze weisse Bettwäsche wegen einer Unachtsamkeit, die in der Hektik schon mal vorkommen kann, verfärbt wird.“ So werden Reinigungstücher, Etagen-, Gäste- und auch die Küchenwäsche separat gewaschen. „Gerade die Küchenwäsche, die viele Fettflecken aufweist, benötigt eine stärkere Dosierung der Waschmittel und somit eine Sonderbehandlung“, ergänzt die stellvertretende Gouvernante. Wenn die Wäsche eingefüllt ist, geht alles ganz einfach. Auf Codedruck springt das entsprechende Waschprogramm an. „Es kann also nichts passieren“, lacht Judith Jillich.

Im grossen Wasch- und Trocknungsraum befinden sich ein Waschautomat Spirit TopLine XLI 6606 (6 kg), ein Tumbler Spirit TopLine TC 6350 (6 kg), ein Waschextraktor Spirit Industrial WSI 100 (10 kg), ein Waschextraktor Spirit Industrial WSI 200 (20 kg), ein Waschextraktor Spirit Industrial WSI 300 (30 kg), ein Tumbler TI 500 (20 kg), ein Tumbler Spirit ProLine TRI 8750 (30 kg), eine Mangel MSI 50-200-1 mit einem Walzendurchmesser von 50 cm und einer Walzenbreite von 200 cm sowie ein Dampfbügeltisch Quick-Press.

Die Maschinen befinden sich auf einem Sockelpodest. Sämtliche Arbeitsschritte werden in dem grossen Raum ausgeführt, der auch mit Gitterregalen für den sauberen Wäschevorrat ausgestattet ist. Für die Wäsche ist das ganze Housekeeping-Team verantwortlich: Eine Gouvernante – die noch eingearbeitet wird, Judith Jillich als stellvertretende Gouvernante, sieben Zimmermädchen, drei Lehrlinge und zwei Portiers.

Bestens abgestimmte Dosieranlage

Die Maschinen sind das eine, die Waschmittel das andere. Die Firma Ecolab hat im Hotel „Valbella Inn“ ein ausgeklügeltes – auf Hotelwäsche optimiertes – Dosiersystem eingebaut. Das Housekeeping-Team ist einzig für den Nachschub verantwortlich, wenn das entsprechende Lämpchen aufleuchtet. Diese Aufgabe gebührt den beiden Portiers, die – aus Sicherheitsgründen – mit Schutzbrille ausgerüstet die Nachfüllbehälter ersetzen. „Das Thema Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig. So haben wir auch auf den Etagen kleine Dosierautomaten für die Reinigung der Gästezimmer“, unterstreicht Judith Jillich. „Wir arbeiten sehr eng mit Ecolab zusammen und stehen gerade in der Einführungsphase in engem Kontakt mit deren Fachleuten.“ Sobald die Wäsche gewaschen ist, stehen weitere Schritte an, die vom Housekeeping-Team verrichtet werden. Die Frottierwäsche gelangt in den Tumbler, Uniformen der Angestellten werden an die Kleiderbügel gehängt, die Tischwäsche wird feucht getumbelt und anschliessend zum Mangeln vorbereitet. Denn für die Mangel ist gründliche Vorarbeit unerlässlich. Tischtücher und Bettlaken werden flach in die Mangel eingegeben und müssen sorgfältig in die Ecken gezogen werden, damit sie während des Bügelvorgangs nicht knittern. So ist die Lingerie im Hotel „Valbella Inn“ mit einigen Vorschriften ausgestattet, die auch die drei Lernenden einhalten müssen. Das ganze Housekeeping-Team wird laufend intern geschult, auch wie auf heikle Flecken reagiert wird. Ein Teil der sauber gereinigten Wäsche wird in der Lingerie aufbewahrt, ein anderer gelangt auf die Etagen.

Judith Jillich ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit mit den Fachleuten bei Schulthess Maschinen. Es besteht ein Servicevertrag, der einen Pickettdienst rund um die Uhr garantiert. „Wir verfügen über eine dreifache Zimmerwäsche, das heisst ein kompletter Wäschesatz ist saubere Reserve, ein Satz ist in den Gästezimmern und der dritte Satz ist Schmutzwäsche. „Wir können nicht lange auf eine Maschine verzichten, die aussetzt“, betont unsere Gesprächspartnerin. Die Waschmaschinen sind täglich im Einsatz.

Die Nachfrage nach der eigenen Lingerie steigt, das merkt auch Robert Kocher, Verkaufsleiter bei Schulthess Maschinen. Die Argumente liegen auf der Hand: „In der eigenen Lingerie wird Wäsche äusserst schonend und sorgfältig gepflegt. Die Wäsche fühlt sich angenehmer an und die Lebensdauer verlängert sich merklich. Gleichzeitig entfällt die Eingangskontrolle von extern gelieferter Wäsche. Beim Betreiben einer eigenen Wäscherei wird nachweislich weniger Wäsche benötigt. Viele Argumente also, um sich eine Textilqualität zu leisten, die den Qualitätsansprüchen der Kunden entspricht“, führt der ausgewiesene Fachmann aus und ergänzt, dass Hotels, Restaurants, Heime und Gewerbebetriebe mit einer eigenen Wäscherei sehr unabhängig seien: Es wird so viel oder so wenig Wäsche gewaschen wie notwendig. Überraschungen, die den Wäscheberg schnell anwachsen lassen, können mit einer eigenen Lingerie einfach, schnell und flexibel bewältigt werden. Der Aspekt, dass Transporte per Auto oder Lieferwagen entfallen, kommt zudem der Umwelt zugute.

Enorme Einsparungen

„Bei genauen Bedarfsanalysen unter Berücksichtigung sämtlicher Kostenfaktoren wie Maschinenkauf, Raumnutzung, Waschmittel, Unterhalt, Amortisation und Personalaufwand erzielt eine neu eingerichtete Wäscherei enorme Einsparungen. Zudem werden mit einer hauseigenen Lingerie interessante Arbeitsplätze geschaffen. Das Hotel erfüllt eine wichtige soziale Aufgabe, die anerkannt wird und sich positiv auswirkt.“ Auch dieses Argument spricht für eine Lingerie, wie wir am Beispiel Hotel „Valbella Inn“ sehen.

Das Hotel „Valbella Inn“ steckt mitten in einer Umbau- und Erweiterungsphase. Anfang des Jahres wurde der Rohbau fertig, ab Dezember 2010 werden das „Tgiasa da Lenn“ und der „Tor da Lenn“ den Aufenthalt der Gäste noch komfortabler und entspannter machen.

Die zwei Erweiterungsbauten, in modernstem Holzkleid strahlend, umfassen mit dem „Tgiasa da Lenn“ 27 neue Doppelzimmer, die meistens durch Verbindungstüren kombinierbar sind, zudem eine traumhafte Suite mit Cheminée und eine kuschelige Lounge zum Verweilen.

Auch aus Alt wird Neu: Insgesamt 27 der bestehenden Zimmer werden die Gäste ab Winter mit neuer Inneneinrichtung erfreuen. Bereits komplett fertig saniert ist das Familienbad.

„Der Neubau generiert natürlich auch wieder neue Wäsche“, weiss Judith Jillich, die in den Umbau involviert ist. „Wir haben verschiedene Textilienhersteller angeschrieben und die unterschiedlichen Textilien eingehend geprüft. Unsere Gäste können sich auf beste Qualität freuen.“ Ein Besuch im Hotel „Valbella Inn“ lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Elisabeth Meyer | mopSchweiz@rationell-reinigen.ch