Aktuelles Heft 5/2012

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Höhenzugang: Sicherheit durch Kommunikation

Heft 7/2011
 
 
Höhenzugang: Sicherheit durch Kommunikation
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Matthias Müller, Sicherheitsingenieur, AST, referierte über den Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator.
Bild: IPAF

Der Tag der Arbeitsbühnensicherheit (TABS) im Mai auf der Messe CeMAT in Hannover stand unter dem Thema „Tatort Baustelle – mehr Kommunikation = mehr Sicherheit“. Mehr als 80 Fachbesucher kamen, um sich mit Sicherheitsfragen rund um den Umgang mit Arbeitsbühnen zu beschäftigen.

Die Tagung startete mit einem technischen Thema: Was bei Hydraulikschlauchleitungen zu beachten ist. Dr. Bernd Süllow, Vertriebsleiter von Pirtek Deutschland, berichtete über die sicherheitsrelevanten Komponenten des Schlauches, z.B. Biegeradius, Haltbarkeit, Druckbelastung, Widerstandsfähigkeit und Temperaturbeständigkeit. Schläuche ohne Kennzeichnung dürfen nicht verwendet werden (Ausnahme: Notreparatur). Die dauerhafte Kennzeichnung beinhaltet: Name oder Kennzeichen des Herstellers, Nummer der Produktnorm, Schlauchtyp, Nenndurchmesser und Quartal des Herstellungsjahrs.

Sicherheitsingenieur Matthias Müller von AST erklärte, was ein SiGeKo (Sicherheits- und Gesundheitsschutz-Koordinator) mit einem Vermieter zu tun hat. Anhand einiger Beispiele wurde gezeigt, wie ein SiGeKo die Höhenzugangstechnik plant, wie er geeignete Höhenzugangstechniken vorschlägt, worauf beim Einsatz geachtet wird und wann er bei Problemfällen eingreifen muss.

Kommunikationsspezialist Günter Hübner machte deutlich, wie Arbeitsunfälle oft als Kommunikationsunfälle zu beschreiben sind. Menschen hören nicht, was man ihnen sagt; sie hören, was sie interessiert, so Hübner. Somit muss ein Trainer oder ein Einweiser dem Bediener Sicherheit „verkaufen“, was mit Verantwortungsgefühl verbunden ist. Didaktische Methoden sollten daher nicht von oben herab leiten, sondern auf Aufmerksamkeit, Neugier und Vertrauen aufbauen.

„Babylon auf Baustellen: Geht es um Sprach-, Verständigungs- und Übersetzungsprobleme oder mehr um Verständigung und Umsetzung der Gesetze und Vorschriften?“ Diese Frage stellte Gerhard Quanz vom Dezernat für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik des Regierungspräsidiums Kassel. Für Arbeitgeber und Sicherheitsbeauftragte schlug er folgende Lösungsansätze vor: Mindestanforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes beachten und durchsetzen, Aufbau- und Ablauforganisation im Arbeitsschutz, Prüfwesen organisieren, Wirksamkeitskontrolle für getroffene Massnahmen.

Christian Zepp von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Präventionsdienst Saarbrücken referierte über die BGG 966 Ausbildung und Beauftragung der Bediener von Hubarbeitsbühnen. Die IPAF-PAL-Card-Schulung für Bediener entspricht dieser neuen Norm und ist zudem vom TÜV als konform mit dem international Standard ISO 18878 zertifiziert.

TABS wurde von der International Powered Access Federation (IPAF) und dem Vertikal Verlag organisiert. IPAF ist eine Non-Profit-Mitgliederorganisation, die den sicheren und effektiven Einsatz von Höhenzugangstechnik weltweit fördert. Einzelheiten hierzu finden Sie unter www.ipaf.de. Der nächste TABS findet im Frühsommer 2012 statt (www.tagung-tabs.eu).

Kontakt: IPAF Basel, Tel. 061 227 9000.