Hinter der Dussmann-Gruppe (Berlin) liegt ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2009: Umsatz und Ergebnis stiegen, zusätzliche Arbeitsplätze konnten geschaffen werden. Weltweit beschäftigt Dussmann derzeit fast 54.000 Mitarbeiter, rund 1.000 mehr als im Jahr 2008.
Der Umsatz kletterte um 34 Millionen Euro auf 1,44 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 2,4 Prozent. 1,126 Milliarden Euro entfallen auf den Geschäftsbereich Dussmann-Service (Facility Managment). Das ist rund ein Prozent bzw. elf Millionen Euro mehr als im Geschäftsjahr 2008. Deutlich stärker gewachsen ist der Geschäftsbereich Pflege und Betreuung von Senioren (Kursana). Er legte um 8,6 Prozent von 257 auf 279 Millionen Euro zu.
Mit den Kernbereichen Facility Management und Pflege/Betreuung konnte Dussmann den Umsatz in Deutschland um 1,6 Prozent auf 893 Milliionen Euro steigern 14 Millionen Euro mehr als 2008. Rund ein Drittel ihres Umsatzes (547 Millionen Euro) erzielt die Unternehmensgruppe im Ausland. Im internationalen Geschäft legte Dussmann um 3,8 Prozent bwz. 20 Millionen Euro zu.
„Wir sind wiederum organisch in beiden großen Geschäftsfeldern gewachsen“, sagte Vorstandschef Thomas Greiner bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. Das Ergebniswachstum bezeichnete er als überproportional. Die Dussmann-Gruppe habe kontinuierlich international das Angebot des integrierten Gebäudemanagements – also die Verknüpfung vieler Einzeldienstleistungen zu individuellen Paketen – ausgebaut.
2009 sei für Dussmann ein Jahr der sehr guten Nachrichten gewesen und auch 2010 verlaufe bislang hervorragend. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. „Wer so stetig aus eigener Kraft profitabel wächst, hat eine gute Zukunft“, betonte Greiner. Diese liege für Dussmann zunehmend auf den weltweiten Märkten. Dabei werden nach Einschätzung von Greiner künftig drei Themen eine große Rolle spielen: „In der Gesundheitswirtschaft stecken noch viele Chancen, zum Beispiel in der Logistik und der Zentralsterilisation der Kliniken.“ Die Privatisierung öffentlicher Aufgaben werde weltweit an Bedeutung gewinnen, und zwar besonders in Ländern mit einer hohen Staatsverschuldung. Megastädte, wie sie derzeit in Asien und im arabischen Raum auf dem Reißbrett entstehen, seien nicht leicht zu bewirtschaften und benötigten erfahrene Servicepartner. Schon heute ein wichtiges Thema: der Bereich Pflege/Betreuung von Senioren und die steigende Zahl der Pflegebedürftigen.