Aktuelles Heft 5/2012

Aktuelles Heftcover 5/2012

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Saubere Gedanken der Putzfee

Die Flaute ist vorbei – auf zu neuen Ufern

 

Hallo meine Lieben! Noch im Urlaub, schon zurück? Na gerade zu der Zeit tut es gut, mal (fast) ausschließlich Gutes zu lesen.
Die Stresszeit fängt jetzt wieder an. Für viele ist es aber nicht so schlimm – besser als Daumendrehen – und davon kann bei uns im Gewerbe der DFGler bei Gott nicht die Rede sein. Es werden die neuen Löhne und Gehälter verhandelt werden, die DFGler setzen sich zur ersten Sitzung in circa drei Wochen in St. Pölten zusammen und es wird dort sicher ein gerüttelt Maß an Arbeit zu bewältigen sein. Lohnverhandlungen, ja manche meiner Leser sagen sogar voraus, dass die ganzen Kollektivverträge neu besprochen werden sollen. Es gibt davon drei, einer ist der Salzburger, einer der niederösterreichische und der dritte sind die anderen Bundesländer.
Neben den KV-Verhandlungen werden aber besonders die Ausbildung, die Meisterprüfungskurse der privaten Anbieter, das neue Hausbesorger-Gesetz, das von NÖ und Tirol gleich zu Beginn scharf abgelehnt wurde, und viele andere Punkte auf der Tagesordnung stehen, so dass beim ersten Treffen einmal die Neuorientierung eingeleitet werden kann. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut und die DFGler werden auch nicht Sachen, die jahrzehntelang Tradition waren, über Nacht völlig ändern können.
Interessant dürfte auch die Statistik der Betriebe sein. So beschäftigen die ersten 50 Betriebe der Branche fast 50.000 Mitarbeiter und setzten ca. 1,250 Milliarden Euro um. Interessant ist auch, dass davon die ersten fünf der Gruppe zusammen 26.750 Mitarbeiter haben und mit fast 640 Millionen Euro den halben Umsatz der 50 führenden Betriebe erreichen. Die Betriebe 6–15 der Statistik (der führenden 50 Betriebe) haben weiters 310 Millionen Euro Umsatz und ca. 10.000 Mitarbeiter, so dass die ersten 15 Betriebe über 75 Prozent des Umsatzes erwirtschaften und 70 Prozent der Mitarbeiter beschäftigten. Das ist schon eine gewaltige Konzentration in der Branche und zeigt aber auch die Diskrepanz zu den Kleinbetrieben, die immerhin alleine in Wien und NÖ fast 4.500 aller Betriebe ausmachen. All dies muss durch die Innungen nun unter einen Hut gebracht werden.
Die Inflationsrate aufs Jahr bezogen ist bis Juli immerhin bei knapp 2,0 Prozent und wird übers Jahr hin nun sicher bei 1,8 Prozent landen. Na, auch nicht schwach, wenn man den letztjährigen nicht gerade günstigen Abschluss anschaut. Hier war die Jahresinflation bei 0,5 Prozent abgeschlossen, wurde aber 1,5 Prozent – dann ist auch hier Handlungsbedarf gegeben. Es gab in den letzten Jahren immerhin doch einen satten Lohnzuwachs bei den meisten Mitarbeitern, der nun bei allen steigenden Kosten und der Belastungswelle, die wieder auf die Betriebe zukommen wird, schwerlich zu halten sein wird, da steigende Kosten auch einmal aufgefangen werden müssen.
Na, wir werden sehen, wie es sich entwickelt. Eine negative Anmerkung sei erlaubt: Der europäische Lehrlingswettbewerb ist wieder nur ein Insiderjob geworden, obwohl alle Beteiligten geschworen haben, dies nach dem letzten Negativerlebnis – damals gingen unter Ausschluss der Öffentlichkeit nur Wiener ins Rennen (brachten aber einen sehr guten Medaillenstand mit nach Hause) – besser zu machen. Dies ist scheinbar nicht gelungen. Also schauen wir mal, wer da der/die Minus-Mann (-Frau) ist. Wir sollten uns überlegen, ob wir nicht auch für so etwas einen Preis vergeben – aber nicht saure Zitronen, sondern einen nassen Fetzen. Darüber vielleicht das nächste Mal. Wenn Ihr Anregungen und Beschwerden habt, sendet mir diese bitte an meine E-Mail-Adresse: dieputzfee@gmx.at. Eure Infos werden – wie immer – vertraulich behandelt!
Bis zum nächsten Mal – und immer sauber bleiben! Eure Putzfee.