Die Wisag Facility Service Holding mit Hauptsitz in Frankfurt am Main zieht für das Geschäftsjahr 2009 eine positive Bilanz: Trotz harten Wettbewerbs und Wirtschaftskrise kletterte der Umsatz um 5,7 Prozent auf 575 Millionen Euro. Zugleich stieg die Mitarbeiterzahl von 22.279 auf 22.600.
Rund 200 Millionen Euro des Umsatzes entfielen auf den Bereich Gebäudereinigung (plus 3,8 Prozent). Im Bereich Facility Management stieg der Umsatz um 6,3 Prozent auf 154 Millionen Euro. Dienstleistungen rund um Gebäude- und Betriebstechnik schlugen mit 167 Millionen Euro (plus fünf Prozent) zu Buche, Sicherheitsdienste mit 129 Millionen Euro )plus 9,8 Prozent). Am stärksten wuchs der Bereich Catering (33 Millionen Euro, plus 13,6 Prozent), am wenigsten legte die Garten- und Landschaftspflege (20 Millionen Euro, plus 2,7 Prozent) zu.
Im Umsatz sind 25 Millionen Euro Auslandsumsatz enthalten – zwei Millionen Euro mehr als im Jahr 2008. Der Ertrag bewegt sich nach Unternehmensangaben im branchenüblichen Korridor zwischen drei und fünf Prozent.
Die Wisag Facility Service Holding legte für 2009 eine veränderte Bilanz vor, da in den Zahlen nicht die anteiligen bzw. vollständigen Umsätze der Wisag Industrie Service Holding (Dienstleistungen für die Industrie) und der Wisag Aviation Service Holding (bodennahe Verkehrsdienstleistungen) enthalten sind. Die beiden Schwesterunternehmen firmieren und bilanzieren inzwischen eigenständig.
Ein Baustein des Wachstums war, dass im vergangenen Jahr überdurchschnittlich viele neue Kunden gewonnen werden konnten. Allerdings war es dem Unternehmen nicht möglich, alle Bestandskunden zu halten. Zum Teil seien auf Kundenseite sehr schwierige wirtschaftliche Situationen bis hin zu Insolvenzen zu beobachten gewesen, sagt Ralf Hempel, Geschäftsführer der Wisag Facility Service Holding. „Zahlreiche Kunden standen unter enormem Kostendruck und mussten teilweise Kurzarbeit anmelden.“
Feststellbar war außerdem eine starke Tendenz zur vermehrten Auslagerung von Sekundärprozessen: „Unsere Kunden überlegen noch viel intensiver als früher, auf welche Aktivitäten sie sich selbst konzentrieren wollen und müssen, und welche Services sinnvollerweise an Partner wie uns übertragen oder zumindest gemeinsam realisiert werden“, fasst Hempel zusammen.